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SRO muss die Ambulanz in Huttwil überdenken

Der Kanton will im Rettungswesen eine neue Hilfsregel einführen: Künftig sollen 90 Prozent der Notfälle innert 15 Minuten erreicht werden. Im Oberaargau kann diese Frist heute nicht überall eingehalten werden.

Der Rettungsdienst der Spital Region Oberaargau AG (SRO) besteht aus dem Rettungsstützpunkt Langenthal und den Ambulanzstandorten Huttwil und Niederbipp. In Huttwil rückt die Ambulanz allerdings seit Anfang Jahr nur noch tagsüber zwischen 9 und 21 Uhr aus; in der Nacht erfolgen die Einsätze von Langenthal oder gar von Niederbipp aus. Mit dieser Struktur kann die SRO die aktuell im Kanton Bern geltende Hilfsfristenregel 80/30 erfüllen. Diese schreibt vor, dass die Rettungsdienste 80 Prozent der Bevölkerung innert 30 Minuten erreichen.

Doch jetzt will der Kanton bis 2014 die Regel 90/15 einführen. Das heisst: 90 Prozent der Notfälle der höchsten Dringlichkeitsstufe werden von den Rettungsdiensten innerhalb von 15 Minuten nach ihrer Alarmierung erreicht. Diese Vorgabe kann die SRO heute nicht erfüllen. Das geht aus dem Bericht zur «Versorgungsplanung 2011–2014 gemäss Spitalversorgungsgesetz» hervor, den Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud (SP) gestern veröffentlicht hat.

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