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Sozialhilfe: «Es braucht Zusammenarbeit»

Die Zahl der Sozialhilfebezüger ist 2012 erneut leicht angestiegen. Aber auch die umliegenden Dörfer holen teils auf. Die Verantwortlichen in Langenthal streben daher zunehmend eine regionale Zusammenarbeit an.

Kathrin Holzer

1143 Personen haben 2012 in Langenthal und Lotzwil wirtschaftliche Sozialhilfe in Anspruch nehmen müssen – gut 40 mehr als noch im Vorjahr. Wie schon 2011 machen die Erwerbstätigen unter den Bezügern in Langenthal im Vergleich zum Gesamtkanton einen weitaus höheren Anteil aus – allerdings nicht mehr den grössten. Am stärksten von Armut betroffen sind inzwischen die Nichterwerbstätigen: Jugendliche in Ausbildung zum Beispiel, alleinerziehende Elternteile, aber ebenso Menschen, die schlicht nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt einsetzbar sind. Gestiegen ist gleichzeitig der Anteil erwerbsloser Bezüger.

Die Gründe für die steigenden Quoten sind bekannt: Fehlende Bildung, die Zunahme an Alleinerziehenden, gerade im Oberaargau viele Arbeitsplätze im niedrigsten Lohnbereich sind nur einige von ihnen. Abhilfe schaffen, betont der Vorsteher des Langenthaler Sozialamts Adrian Vonrüti, könne sein Amt aber nicht im Alleingang. Um Betroffene wieder in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu integrieren und auch um neue Fälle zu vermeiden, brauche es die Mithilfe aller. Nicht zuletzt deshalb, sagt auch der fürs Sozialwesen zuständige Gemeinderat Reto Müller (SP), sei es wichtig, die Zahlen offen aufzuzeigen. «Wir wollen deutlich machen, dass die Gesellschaft eine Verantwortung hat gegenüber Schwächeren, die Akzeptanz stärken – und auch die Arbeitgeber sensibilisieren.»

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