So sähe die neue Schule aus

Aarwangen

Jetzt sind im Kornhaus die Siegerprojekte für ein neues Schulhaus in der Sonnhalde ausgestellt. Abgestimmt über den Neubau wird im März – vorausgesetzt, dass zuvor dem Umzug der Verwaltung ins Dorfschulhaus zugestimmt wird.

Das Siegerprojekt für das neue Schulhaus in der Sonnhalde hat die 17-köpfige Jury restlos überzeugt.

Das Siegerprojekt für das neue Schulhaus in der Sonnhalde hat die 17-köpfige Jury restlos überzeugt.

(Bild: zvg)

Kathrin Holzer

360'000 Franken betrug der Kredit für die Planung eines Ersatzneubaus auf dem Aarwanger Schulgelände Sonnhalde für das heutige Dorfschulhaus. Mit haushohem Mehr hatte ihn eine ausserordentlich gut besuchte Gemeindeversammlung im April 2011 gutgeheissen – und ebenso einen weiteren Planungskredit über 235'000 Franken für die Verlegung der Gemeindeverwaltung ins Dorfschulhaus.

Im Kornhaus sind seit gestern nun die Ergebnisse der Schulraumplanung zu bestaunen: die 21 in einem Wettbewerb eingereichten Projekte für den Schulhausneubau. Darunter auch jenes Projekt, das von der 17-köpfigen Jury einstimmig zum Sieger erklärt worden ist.

Der dreistöckiger Sichtbetonbau des Basler Teams Brandenberger Kloter Architektenpartner wird es sein, über dessen Realisierung die Stimmberechtigten am 8. März 2015 abstimmen werden – vorausgesetzt, dass zuvor auch der Umnutzung des Dorfschulhauses zur Verwaltung der Segen erteilt wird (siehe Infobox).

«Keine einfache Aufgabe»

Die Aufgabe sei für die teilnehmenden Teams keine einfache gewesen, verwies Architekt Fritz Schär als Juryvorsitzender gestern auf den mit einem Kostendach von rund 7 Millionen Franken eng gesteckten finanziellen Rahmen und eine bestehende Situation, «bei der man viel aufwerten, aber auch viel kaputtmachen» könne.

Schliesslich gilt es mit dem Neubau nicht nur den dereinst wegfallenden Schulraum im Dorf zu kompensieren, sondern auch die heute teils unbefriedigenden Raumverhältnisse in der Sonnhalde zu verbessern. Bei der zweitägigen Jurysitzung hätten denn auch nicht nur architektonische Überlegungen, sondern vor allem Gedanken zur Nutzung und zu der weiteren Entwicklung des Schulbetriebs eine zentrale Rolle gespielt.

Eine Vorstellung der fünf Siegerprojekte – ihren Verfassern kommt eine Preissumme von insgesamt 105'000 Franken zu, davon 35'000 Franken dem Siegerprojekt – machte deutlich, welche Kriterien letztlich ausschlaggebend waren für das Urteil der aus Architekten, Gemeindevertretern, Schulleitung und auch Abwarten gebildeten Jury.

Am meisten überzeugt hat dabei jene Version eines quadratischen Neubaus an der Turnhallenstrasse, die sich laut Schär durch «eine unglaubliche Selbstverständlichkeit» auszeichnet. Mit der Anbindung an den Pausenplatz vor dem Schulhaus Nord, einer Raumzuordnung, die viel Flexibilität ermögliche, und mit nur bescheidenen Eingriffen im Aussenraum gehe das Projekt «View-Turn» sehr intelligent mit der bestehenden Situation um.

Vereinzelte Punkte gelte es auch bei diesem Entwurf noch zu verbessern, so Schär. «Aber dieses Projekt hat das Potenzial, all die heutigen und zukünftigen Anforderungen an unsere Schule zu erfüllen.»

Führung mit den Experten

Bis Ende Oktober können die Projekte nun jeden Abend von 17 bis 20 Uhr im Kornhaus besichtigt werden. Es wird stets auch ein Vertreter des Gemeinderates vor Ort sein und Fragen beantworten. Am kommenden Donnerstagabend um 18 Uhr findet zudem eine öffentliche Führung mit der Projektleitung und der Fachjury durch die Ausstellung statt.

Berner Zeitung

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