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Schutz gegen Oenz-Hochwasser

Die Oenz soll bei Hochwasser nicht mehr über die Hauptstrasse in Oberönz fliessen. Herzogenbuchsee plant deshalb Schutzmassnahmen, die Gemeindeversammlung entscheidet über den Kredit von 400'000 Franken.

Überflutete Kantonsstrasse in Oberönz: Künftig soll es auch bei Hochwasser an dieser Stelle trocken bleiben.
Überflutete Kantonsstrasse in Oberönz: Künftig soll es auch bei Hochwasser an dieser Stelle trocken bleiben.
Herbert Rentsch

Das Bild hat keinen Seltenheitswert: Im Winterhalbjahr kommt es nach intensiven Niederschlägen in Oberönz immer wieder zu Überschwemmungen, weil die Oenz über die Ufer tritt, auf die Wiesen fliesst und sich über die Hauptstrasse Bern–Zürich ergiesst. Der Verkehr wird dadurch jeweils erheblich behindert, weil die Autos eine Wasserfläche durchqueren müssen. Und bei einzelnen Liegenschaften stehen die Keller dann meistens unter Wasser.

Wegsenkung und Damm

Jetzt will Herzogenbuchsee im Dorfteil Oberönz Abhilfe schaffen. Der Gemeinderat unterbreitet der Gemeindeversammlung vom 2.Dezember einen Kredit von 400'000 Franken für den Hochwasserschutz. Geplant sind die folgenden Massnahmen, die bei künftigen Hochwassern Strasse und Häuser vor den Fluten bewahren sollen:

  • Absenkung des Mattenwegs, der zum Schützenhaus führt (linke Bachseite), damit das Hochwasser über den Weg ins Landwirtschaftsland fliessen kann;
  • Bau eines Dammes auf der rechten Bachseite zum Schutz des bewohnten Gebietes;
  • Installation eines Rechens, der Schwemmholz zurückhält;
  • Bau einer Fischtreppe zur Verbindung des alten Bachlaufes mit dem Kanal des Kleinkraftwerkes bei der Kunstschlosserei Grossenbacher.

Die budgetierten Kosten von 400'000 Franken verringern sich durch Beiträge vom Kanton, von den Wasserkonzessionären und vom Renaturierungsfond, womit der Gemeinde Nettokosten von etwa 180'000 Franken bleiben. Das Projekt soll 2010 ausgeführt werden.

Doch reichen die geplanten Massnahmen wirklich aus, um Überschwemmungen im Gebiet Oberönz zu verhindern? «Die Chance, dass es noch zu den bisher üblichen Überflutungen kommt, ist gleich null», sagte Gemeinderat Walter Nüesch gestern an der Medienorientierung. Es sei jedoch nicht möglich, den Schutz bei extremen Ereignissen garantieren zu können.

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