Porzi-Areal feiert seine Vielfalt

Langenthal

Mit der zweiten Ausgabe des Porzi-Areal-Fests in Langenthal bietet sich diesen Samstag die Möglichkeit, die dort ansässigen Betriebe besser kennen zu lernen. Gefeiert wird das vielseitige Zusammenleben.

Freuen sich auf das zweite Porzi-Fest (v.l.): Möbelschreiner Simon Spotti, OK-Präsident Marcel Kägi, Adrian Berchtold, Geschäftsführer Porzellanfabrik Langenthal AG, und Möbelschreiner Marc Masson.

Freuen sich auf das zweite Porzi-Fest (v.l.): Möbelschreiner Simon Spotti, OK-Präsident Marcel Kägi, Adrian Berchtold, Geschäftsführer Porzellanfabrik Langenthal AG, und Möbelschreiner Marc Masson.

(Bild: Thomas Peter)

Wer mit dem Zug am Areal der ehemaligen Porzellanfabrik vorbeifährt, sieht eine Industrieruine an sich vorbeiziehen. Nur noch wenig zeugt von der einstigen Bedeutung des früheren Produktionsstandorts, der Langenthal bis zum Ende des letzten Jahrhunderts zu Weltruhm verhalf. Doch der äussere Eindruck täuscht, denn hinter den Mauern der Porzi herrscht reges Treiben.

Wo früher Elektroporzellan produziert wurde, entstehen heute bei All’antica historische Holzblasinstrumente, bei Simon Spotti und Marc Masson werden Möbel geschaffen, und Marcel Mosimann repariert Sportwagen. Im ehemaligen Verwaltungsgebäude wird heute bei Marty’s Dance Factory Tango getanzt, Isabelle Bausch bietet Shiatsu-Therapie an, und in Lily’s Brocki kann nach Trouvaillen und Raritäten gesucht werden.

Synergien knüpfen

«Die einmalige Mischung von Menschen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten macht dieses Areal lebendig und einzigartig», beschreibt Adrian Berchtold, Geschäftsführer der Porzellanfabrik Langenthal AG, die Zusammenarbeit auf dem Areal. «Man arbeitet neben- oder miteinander und ist füreinander da.»

Dieses vielseitige Zusammenleben soll am Samstag bereits zum zweiten Mal mit einem Fest gefeiert werden. Einerseits erhält die Bevölkerung ab 10 Uhr die Gelegenheit, hinter geschlossene Türen zu blicken und die Vielfalt der ansässigen Betriebe zu entdecken. Andererseits bietet der Anlass den Mietern und Nutzern die Möglichkeit, sich gegenseitig kennen zu lernen und allfällige Synergien zu knüpfen.

Vielseitiges Programm

Die Idee eines gemeinsamen Fests auf dem alten Industrieareal kam von den beiden Möbelschreinern Simon Spotti und Marc Masson, die sich ein Atelier auf dem verwinkelten Gelände teilen. Die positive Resonanz der letztjährigen Erstausgabe ist bis zur Porzellanfabrik Langenthal AG vorgedrungen, weshalb sich diese heuer mit einer Tee- und Kaffeestube am Anlass beteiligt.

Das restliche Festprogramm ist so vielseitig wie die Nutzer des Areals: Mit Pizza, Grillstand und Paella wird für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt, und in den Abendstunden sorgen Konzerte und DJs für das musikalische Rahmenprogramm. Auch die Kleinsten werden mit einem Kinderprogramm bei Laune gehalten.

Das Fest am Samstag soll aber nicht nur als öffentlichkeitswirksames Schaufenster dienen, sondern die Bevölkerung für die derzeitige Nutzung des Porzi-Areals als Gewerbezentrum sensibilisieren. «Das Areal ist ein Teil der Geschichte dieser Stadt und das letzte seiner Art innerhalb der Stadtgrenzen», hakt Berchtold nach.

«Was heute hier passiert, hätte mehr Beachtung verdient.» Damit spielt er nicht zuletzt auf die ungewisse Zukunft des Areals an, welches dank den bescheidenen Mieten und den grosszügigen Platzverhältnissen vielen Kleinbetrieben als Basis für ihr Wirken dient.

Berner Zeitung

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