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Neues Selbstbewusstsein fürs Ziegelhofquartier

Mit einem Ausländeranteil von über 60 Prozent ist das Ziegelhofquartier eines der unbegehrtesten in der Stadt. Jetzt wollen Liegenschaftsbesitzer, die Integrationsfachstelle Interunido und die Stadt den Ruf der Siedlung verbessern und unter den Anwohnern ein neues Quartierbewusstsein wecken.

Das Ziegelhofquartier mit seinen Blöcken an der Thunstettenstrasse hat einen schlechten Ruf. Dem wollen die Liegenschaftsbesitzer und die in der Siedlung eingemietete Integrationsfachstelle Interunido jetzt entgegenwirken.
Das Ziegelhofquartier mit seinen Blöcken an der Thunstettenstrasse hat einen schlechten Ruf. Dem wollen die Liegenschaftsbesitzer und die in der Siedlung eingemietete Integrationsfachstelle Interunido jetzt entgegenwirken.
Thomas Peter

Es ist die Siedlung, in der kaum ein Langenthaler wohnen will: das Ziegelhofquartier an der Thunstettenstrasse. Mit einem Ausländeranteil von über 60 Prozent und vielen Sozialhilfebezügern haftet dem Quartier kein guter Ruf an. Zu Unrecht allerdings, findet Interunido-Geschäftsführer Thomas Niklaus. Seit zehn Jahren bietet die Integrationsfachstelle in ihren Räumlichkeiten an der Thunstettenstrasse Deutschkurse, Aufgabenhilfen und Integrationsberatungen für Menschen im ganzen Oberaargau an. Probleme mit Vandalismus oder Gewalt gebe es im Ziegelhof kaum, sagt Niklaus. Und auch Daniel Senn von der Wohnbaugesellschaft Logis Suisse, die 60 der insgesamt 140 Wohnungen besitzt, bestätigt: Grund für die hohe Fluktuation und den hohen Leerwohnungsbestand im Quartier seien nicht Probleme mit den Anwohnern. «Es ist der schlechte Ruf allein, der das Quartier für viele nur zur Übergangslösung macht.»

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