Lage in Schangnau entspannt sich

Schangnau

Nach den Unwettern vom Samstag entspannt sich dich Lage in der Krisenregion Schangnau-Bumbach im Verlauf des Sonntags ein wenig. Die Regenfälle haben während der Nacht keine neuen Schäden angerichtet, sagt der Gemeindepräsident.

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In Schangnau haben die Regenfälle der Nacht keine neuen Schäden angerichtet. Aber die Lage bleibt angespannt, weil die mit Wasser vollgesogenen Böden «total instabil sind», wie Gemeindepräsident Ueli Gfeller sagt. Kommt es nicht zu weiteren Rutschungen oder Überschwemmungen ruhen die Arbeiten heute. Das wäre eigentlich schon für gestern Samstag so geplant gewesen, aber dann erforderte das erneut heftige Gewitter vom frühen Morgen wieder vollen Einsatz, so der Gemeindepräsident.

In den frühen Morgenstunden des Samstag wurde die Krisenregion Schangnau-Bumbach erneut von Gewittern heimgesucht, wie das Regierungsstatthalteramt des Emmentals am Samstag mitgeteilt hat. Gemäss Angaben war Bumbach wieder überflutet worden und neue Schäden mussten in Kauf genommen werden. Verrichtete Aufräumarbeiten wurden zunichte gemacht, Keller mit Wasser geflutet und ein Bauernhof in der Nähe von Marbach-Egg von der Umwelt aufgrund einer unter Wasser stehenden Zubringerstrasse vom Rest des Dorfes abgeschnitten, so die Mitteilung.

Niederschlagsprognose schwierig

Ueli Gfeller, Gemeindepräsident von Schangnau, erklärte jedoch auf Anfrage, dass die Feuerwehr Schangnau die Situation im Griff habe. Die Zubringerstrasse wurde im Verlauf des Samstags freigeräumt und der Bauernhof somit wieder zugänglich gemacht, meinte der Gfeller.

Ob und wie viel Niederschlag das Gebiet im Verlauf des Sonntags zu erwarten hat, ist schwer zu sagen. Gemäss Meteocentrale sind Gewitter bis zur Stufe rot möglich, das heisst es können 40 - 60 Liter pro Quadratmeter niedergehen. Meteonews war für genauere Informationen nicht erreichbar.

Pegel der Emme angestiegen

Auch der Pegel der Emme ist am frühen Samstagmorgen wieder empor geschnellt. Kurzfristig erreichte der Fluss eine Abflussmenge von 135 Kubikmetern pro Sekunde, doch gemäss den Daten des Bundesamts für Umwelt bewegen sich die momentanen Werte wieder um die 37 Kubikmeter pro Sekunde.

Hochwasser am Thunersee und Aare nicht ausgeschlossen

Die Pegelstände der Aare sind zwar derzeit sinkend. Trotzdem rechnet das Naturgefahrenbulletin des Bundes mit einer potenziell steigenden Gefahr von Hochwassern für Thuner- und Brienzersee sowie für die Aare unterhalb von Thun. In der Prognose für die nächsten Tage wurde deshalb die Gefahrenstufe für diese Gewässer vorsorglich von 2 auf 3 erhöht.

Da die Niederschläge schauerartigen Charakter hätten, schwankten die Mengen von Ort zu Ort recht stark. Punktuell könnten auch Niederschlagsmengen von 50 bis 90 Millimetern fallen, heisst es im Naturgefahrenbulletin.

sgl, sgr/sda

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