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Künftig nur noch 4 Gemeinden?

Brisanter Vorschlag: Im Oberaargau soll es künftig statt 54 nur noch vier Gemeinden geben. Diese Idee ist Diskussionsthema an der Wirtschaftslandsgemeinde am 23. Oktober. Doch sie wird auch sonst zu reden geben.

Seit gestern ist auf der Homepage der «Region Oberaargau» die Wirtschaftslandsgemeinde 2008 angekündigt. Die 13.Ausgabe findet am 23.Oktober in Langenthal statt und befasst sich mit der «Zukunft der Gemeinden», wie es im Internet heisst. Doch unter diesem Titel folgt ein Satz, der aufhorchen lässt: «Aus 58 werde 4 – Zahlenspiel oder Glanzidee?» Der Slogan bezieht sich auf die Zahl der Gemeinden im Oberaargau – auch wenn es aktuell noch 54 sind. «Nur noch vier Gemeinden, aber diese mit wesentlich mehr Gewicht», so der Kern der Diskussion an der Wirtschaftslandsgemeinde.

Schon mehrere Fusionen

In Sachen Gemeindefusionen ist der Oberaargau im Kanton Bern eine der aktivsten Regionen. Bereits fusioniert haben Gutenburg und Madiswil sowie Oberönz und Herzogenbuchsee. Auf Anfang 2009 vollziehen Wanzwil, Röthenbach und Heimenhausen den Zusammenschluss. Den Grundsatzentscheid haben auch Untersteckholz und Langenthal gefällt. Andernorts wird noch abgeklärt, wie in Wyssachen und Huttwil.

Doch nun werden andere Saiten angeschlagen. Noch vier Gemeinden im Oberaargau, das tönt revolutionär. Ist es aber nicht. Denn im Kanton Glarus haben die Stimmberechtigten die Reduktion auf drei Gemeinden bereits beschlossen (siehe Kasten). Doch dass sich die Bevölkerung im Oberaargau mit solchen Szenarien anfreunden kann, darf bezweifelt werden.

«Provokativer Titel»

Woher stammt die Idee, eine Vier-Gemeinde-Region zu schaffen? Thomas Rufener, heuer als Stadtpräsident und Gastgeber auch OK-Präsident der Wirtschaftslandsgemeinde, erklärt: Die Idee komme nicht von ihm selbst. «Dieses Thema stand als Idee für eine Landsgemeinde schon längere Zeit im Raum.» Einer bestimmten Person oder Gruppierung mag Rufener das Thema nicht zuordnen.

Es sei zwar ein «provokativer Titel», so Rufener, «aber es heisst ja ‹Zahlenspiel oder Glanzidee›. Wir wollen diskutieren, neue Wege für die Region suchen, Chancen und Risiken abwägen.» Denn es gebe ein «Optimierungspotenzial», ist Rufener überzeugt. Und es komme auch darauf an, welche Anforderungen künftig an die Gemeinden gestellt würden.

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