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Konkurrenz für Statthalter-Kandidat Martin Sommer

Martin Sommer (SP) wird das neue Statthalteramt Oberaargau nicht kampflos erhalten. Die Bürgerlichen erheben Anspruch.

Die Ränkespiele haben begonnen, hinter den Kulissen wird eifrig diskutiert und telefoniert. Wer wird Regierungsstatthalter des neuen Verwaltungsbezirks Oberaargau? Das fragen sich die politischen Parteien. Einer hat sich für die Wahl am 17. Mai 2009 bereits abgemeldet: Martin Lerch (SVP). Der amtierende Statthalter von Aarwangen will sich beruflich neu orientieren und einen Job als Verteidigungsattaché der Schweizer Eidgenossenschaft annehmen. Das Selektionsverfahren hat er bereits erfolgreich durchlaufen, im Jahr 2010 beginnt eine neunmonatige Schulung (wir berichteten).

Martin Sommer als Favorit

Andere Prioritäten setzt auch der Statthalter von Trachselwald. Markus Grossenbacher (SVP) hat gute Chancen, den Verwaltungskreis Emmental übernehmen zu können. Als einziger «Amtierender» bleibt somit Martin Sommer (SP) übrig. Er ist Statthalter von Wangen, wird für seine Arbeit allseits geschätzt und dürfte heute Vormittag an einer Pressekonferenz der SP Region Bern-Nord/Oberaargau als offizieller Kandidat der Linken vorgestellt werden.

Gewählt ist Martin Sommer aber noch lange nicht. Er muss sich auf mindestens einen bürgerlichen Gegenkandidaten gefasst machen. Bis am 10.Dezember will die SVP Oberaargau in den eigenen Reihen nach potenziellen Bewerbern suchen. Zwei bis drei Namen habe er schon im Kopf, sagt Parteipräsident Christian Hadorn auf Anfrage. Der SVP-Kandidat müsse nicht unbedingt aus dem Oberaargau stammen. «Vorstellen könnte ich mir auch eine bekannte Persönlichkeit, die bereit ist, in die Region zu ziehen.»

Auch die FDP will das Amt

Echte Chancen hat die SVP vor allem dann, wenn sie sich mit den anderen bürgerlichen Parteien auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen kann.

So weit ist es aber noch nicht. Zuerst will die FDP Oberaargau selbst ihre Fühler ausstrecken und nach einem geeigneten Kandidaten suchen. «Bei den Langenthaler Wahlen haben wir zugelegt», begründet Lorenzo Cassani den FDP-Anspruch. «Es wäre wichtig, wenn der Regierungsstatthalter des Oberaargaus freisinniges Gedankengut in das neue Amt einbringen würde.» Stefan SchneiderWahlvorschläge nimmt der Kanton bis am 16.März 2009 entgegen. Bewerben kann sich jeder Bürger, der stimm- und wahlberechtigt ist.

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