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Keine Rauchzeichen an der Bar

Das Oberaargauer Nachtleben wird mehr und mehr rauchfrei: Das «Alte Schlachthaus» und die Bar Provisorium haben die Aschenbecher vor die Tür gestellt. Im «Chrämerhuus» verschwinden sie zumindest aus dem Ess-Saal.

Die Zigarette auf dem Plakat ist gestrichen. Kein Zweifel: Diese Bar ist rauchfrei, Glimmstängel müssen draussen bleiben. Wers trotzdem wagt, wird von Irene Ruckstuhl (28), Geschäftsführerin der Bar Provisorium, freundlich, aber bestimmt gebeten, nach draussen zu gehen – oder aber das Feuer einzustellen. Im «Prov.» gilt das Rauchverbot seit dem 1.Juli, anderswo sind die Aschenbecher längst von den Tresen verschwunden – oder sie werden in den nächsten Monaten verschwinden. Spätestens dann, wenn das kantonale Gesetz zum Schutz von Passivrauchen in Kraft tritt.

Bar Prov.: Gäste befragt Irene Ruckstuhl ist selber Nichtraucherin, persönlich habe sie aber nie ein Problem mit dem Zigarettenqualm gehabt. Der Wunsch kam von aussen: Immer wieder hätten sich Gäste über schlechte Luft und stinkende Kleider beschwert, erzählt die Langenthalerin. «Ich habe das Thema mit meinen Angestellten diskutiert und im Frühling beschlossen, eine Umfrage zu starten.» Das überraschende Ergebnis: Von den 200 Befragten stimmten 55 Prozent für ein Verbot, 30 Prozent dagegen, der Rest kreuzte «egal» an.

Der Entscheid war gefallen. Es war offenbar der richtige: «Die Reaktionen unserer Gäste sind jedenfalls positiv, ich wüsste keinen Raucher, der nicht mehr zu uns käme.»

«Chrämi»: Nur an der Bar

Was im Provisorium funktioniert, ist auch im Langenthaler Chrämerhuus ein Thema. Ende Oktober wird das Restaurant neu eröffnet – und mit einem Rauchverbot für den Speisesaal versehen. An der Bar sind Kippen weiterhin erlaubt, während Anlässen wird von Fall zu Fall entschieden. Die aktuellen Nichtraucherdiskussionen verfolgt Sandra Antonietti, neu Gerantin im «Chrämerhuus», mit grossem Interesse: «Irgendwann wird das Rauchverbot bei uns kommen. In anderen Ländern hat diese Umstellung ja auch funktioniert.»

«Schlachthaus»: Problemlos

Tritt das kantonale Rauchverbot in Kraft, braucht das «Alte Schlachthaus» in Herzogenbuchsee seinen Gästen keine neuen Regeln einzuimpfen. Seit der Eröffnung im Dezember 2006 gilt an der Fabrikstrasse 4 ein striktes Rauchverbot. Die Aschenbecher stehen vor der Eingangstür, Probleme gebe es deshalb keine. «Im Gegenteil», sagt Mitinhaber Marc Guggenbühler, «ich gehe davon aus, dass 30 bis 50 Prozent unserer Gäste explizit wegen des Rauchverbots kommen.»

Das «Alte Schlachthaus» habe damit eine Marktlücke gefunden – und ein Puzzlestück für den eigenen Erfolg. Marc Guggenbühler ist überzeugt: «Saubere Luft ist ein echtes Bedürfnis. Die Leute möchten eine gemütliche Atmosphäre geniessen und am Ende des Abends nicht nach Rauch stinken.»

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