Im Wood auf dem Hoger wird wieder gerockt

Moosegg

Am Donnerstag war es wieder so weit: Das Woodrock-Festival startete zum alljährlichen dreitägigen Musikspektakel. Die Bühne gehört dieses Jahr hauptsächlich regionalen Bands sowie Newcomern, die zünftig abrocken.

Spielten zum Woodrock-Start auf: Die Mitglieder der Sumiswalder Band Dominant Seventh.

Spielten zum Woodrock-Start auf: Die Mitglieder der Sumiswalder Band Dominant Seventh.

(Bild: Hans Wüthrich)

«So viele Besucher wie dieses Jahr hatten wir an einem Donnerstag noch nie», sagte Woodrock-Präsident Nick Werren am Donnerstagabend voller Freude. Vorne auf der Bühne trat gerade die Formation Bundesamt für Rap aus Konolfingen auf und dankte dem Präsidenten für seine Gastfreundschaft.

Nick Werren sitzt nun schon seit mehreren Jahren an vorderster Front des Festivals und schaut zufrieden auf die letzten 18 Jahre Woodrock auf dem Hoger zurück. Es sei nicht selbstverständlich, dass solch ein «kleines, aber feines» Festival, wie man es auf der Moosegg nenne, seit 1994 überleben könne. «Das spricht halt auch für die Qualität und die regionale Verbundenheit zum Event», sagt Werren.

Dieses Jahr sind wenige bekannte Bands vertreten. Allerdings gehöre es mit zu den Zielen des Festivals, nicht nur grosse, sondern auch kleinere Bands auftreten zu lassen, erklärt Werren. Waren es früher Polo Hofer, Stiller Has, Shakra oder Adrian Stern, so sind es heuer mehr regionale Bands oder auch Newcomer, die ihre Karriere noch vor sich haben. Unter diesen befindet sich zum Beispiel die Band Trashy Lullabies aus Langnau, die es mit einem Zuschauerwettbewerb und enorm vielen Stimmen sogar bis ans diesjährige Gurtenfestival geschafft haben. Oder die Rapper Diens und Baze, die man noch aus den Wurzel5-Zeiten kennt und nun unter dem Namen Tequila-Boys auftreten.

Trotzdem – die Idee, einmal eine ganz grosse Band zu präsentieren, hat Nick Werren nicht aufgegeben, im Gegenteil: «Wir feiern in zwei Jahren unser 20-Jahr-Jubiläum. Ich habe schon einige Ideen, wie man den Wald zum Platzen bringen könnte.» Und wer weiss – «vielleicht schon im nächsten Jahr». Konkret will er sich noch nicht äussern. «Die Leute wären aber sicher überrascht, wenn plötzlich eine grosse Band auf der kleinen Waldbühne auftreten würde.»

Wetterhalber vorverlegt

Früher fand das Festival jeweils noch am zweiten August-Wochenende statt. «Wir hatten aber mit der Zeit immer mehr Wetterpech und deswegen natürlich auch weniger Besucher», sagt der Präsident. Dies sei gerade für ein kleines Festival alles andere als angenehm. Nun hat man Gegensteuer gegeben und führt den Anlass seit einigen Jahren bereits Anfang Juli durch. Hinzu kam auch der Donnerstag – eine Art «Probetag», wie es Nick Werren nennt. An diesem Abend spielen Bands, die zum Beispiel beim Aufbau des Festivalgeländes mitgeholfen haben. Aber auch Freunde und Bekannte der Veranstalter erhalten die Möglichkeit, ihr Können zu zeigen.

So sind es an diesem Donnerstagabend drei Bands aus der Umgebung, die den Fuchs aus seinem Loch holen; Bundesamt für Rap aus Konolfingen, Dominant Seventh aus Sumiswald und Your all Time Favourites aus Hasle-Rüegsau. Dass der Eintritt am Donnerstag gratis ist, freut die Besucher umso mehr.

Shuttlebus und Zeltplatz

Weiter wartet das Woodrock-Festival auch dieses Jahr mit einem Shuttlebus ab Langnau auf, und auch der obligate Zeltplatz ist wieder vorhanden. Nicht zuletzt verspricht auch das Wetter wieder mitzuspielen, was Nick Werren natürlich besonders gefällt. «Ich bin optimistisch, dass es auch dieses Jahr wieder ein tolles Woodrock geben wird», sagt er abschliessend und wendet sich dann der nächsten Band zu, die sogleich ihren Auftritt hat.

Berner Zeitung

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