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«Ich war immer eher nach Zürich orientiert»

Stephan Anliker, Verwaltungsratspräsident der SC Langenthal AG, übernimmt die gleiche Funktion beim Grasshopper Club Zürich. Was bewegt den Oberaargauer dazu, beim Schweizer Fussballrekordmeister eine Führungsposition zu übernehmen?

Der neue GC-Präsident und seine Führungskräfte: Der Langenthaler Stephan Anliker (Zweiter von links) mit Geschäftsführer Martin Huber (links), Sportchef Dragan Rapic (rechts) und Medienchef Eugen Desiderato (ganz rechts).
Der neue GC-Präsident und seine Führungskräfte: Der Langenthaler Stephan Anliker (Zweiter von links) mit Geschäftsführer Martin Huber (links), Sportchef Dragan Rapic (rechts) und Medienchef Eugen Desiderato (ganz rechts).
Keystone

Herr Anliker, in der NZZ wurden Sie als Provinzfürst bezeichnet. Tatsächlich kommt es überraschend, dass ein Unternehmer aus einer Kleinstadt am Rande des Kantons Bern Präsident bei einem der traditionsreichsten Schweizer Fussballklubs wird. Wie ist es dazu gekommen?Stephan Anliker: Das war nicht geplant, und ich habe das Amt auch nicht gesucht. Aber ich hatte letztlich das Gefühl, dass es eine gute Lösung ist – sowohl aus meiner wie auch aus Sicht des Klubs. Ich stelle zudem fest, dass GC in der Schweiz recht breit abgestützt ist. In den vergangenen Jahren hat es zum Beispiel viele Langenthaler gegeben, die sich mir gegenüber als GC-Fans geoutet haben. Wegen der Vergangenheit ist natürlich das Risiko vorhanden, dass man in diesem Amt scheitert. Der Glanz des Amtes hat gelitten. Für einen Zürcher wäre das Risiko deshalb wohl noch um einiges höher als für mich. Sie waren bei den Grasshoppers schon einmal Leiter einer Taskforce, bevor André Dosé Präsident wurde. Jetzt übernehmen Sie erneut die Führung. Ganz neu ist die Aufgabe für Sie also nicht. Das stimmt. Es ist allerdings schon etwas anderes, ob man kurzfristig einspringt oder ob man langfristig für eine solche Funktion vorgesehen ist. Aber seit dem Abgang von André Dosé Anfang Dezember trete ich als Sprecher des Verwaltungsrates auf und bin somit in den vergangenen zwei Monaten in die Aufgabe hineingewachsen.

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