Haslibrunnen mit schwarzen Zahlen

Langenthal

Das städtische Alterszentrum Haslibrunnen in Langenthal hat im letzten Jahr einen Gewinn von 184'400 Franken erwirtschaftet.

Das Langenthaler Alterszentrum Haslibrunnen steht vor grossen Veränderungen. Es soll in eine AG ausgegliedert und ausgebaut werden.

Das Langenthaler Alterszentrum Haslibrunnen steht vor grossen Veränderungen. Es soll in eine AG ausgegliedert und ausgebaut werden.

(Bild: Robert Grogg)

Dominic Ramel

Ausgliederung der Trägerschaft in eine Aktiengesellschaft und Ausbau auf 152 Betten: Das Langenthaler Alterszentrum Haslibrunnen steht vor grossen Veränderungen. Wie der zuständige Gemeinderat Reto Müller (SP) im Jahresbericht schreibt, werden in Langenthal die demografischen Herausforderungen und die Zielsetzung, auch in Zukunft eine zuverlässige und sichere Altersvorsorge zu gewährleisten, «positiv und aktiv angegangen».

Der Kanton Bern rechne bis ins Jahr 2035 mit einer Zunahme der über 80-Jährigen von 76 Prozent. Das bedeute, dass rund 30'000 Pflegende in der Schweiz neu rekrutiert werden müssten. Und dass Langenthal den geplanten Ausbau des Alterszentrums Haslibrunnen auf 152 Betten brauche.

Die städtische Institution soll bis 2016 in eine AG ausgegliedert werden. Zudem wird parallel dazu am Ausbauprojekt gearbeitet. Läuft alles planmässig, soll im Januar nächsten Jahres die Ausgliederungsvorlage im Stadtrat debattiert werden. Eine Volksabstimmung wäre dann im Juni 2015 vorgesehen.

Nach rot wieder schwarz

Im letzten Jahr erzielte das Alterszentrum bei einem Aufwand von 5,223 Millionen und einem Ertrag von 5,406 Millionen einen Gewinn von 182'572 Franken. Im Vorjahr war es ein Verlust von 1253 Franken gewesen. Gewinn abgeworfen haben 2013 auch die Seniorenwohnungen an der St.-Urban-Strasse: Bei einem Aufwand von 562'167 und einem Ertrag von 563'995 resultierte ein Gewinn von 1828 (Vorjahr: 5521) Franken.

Das ergibt einen Gesamtgewinn von 184'400 Franken. Dieser wird in der Bestandsrechnung der Stadt zurückgestellt. Im Vorjahr waren es 4268 Franken.

Durchschnittsalter: Knapp 88

Die 50 Heimbewohnerinnen und -bewohner (11 Männer und 39 Frauen) waren am Stichtag 31.Dezember 2013 im Durchschnitt 87,9 (Vorjahr: 86,9) Jahre alt. Die grosse Mehrheit (19) war Ende 2013 zwischen 85 und 89 Jahre alt (siehe Tabelle). Ein Mann und neun Frauen waren 90- bis 94-jährig, ein Mann und fünf Frauen 95- bis 110-jährig. Der jüngste Mann war zwischen 60 und 64 Jahre alt, die jüngste Frau 65- bis 69-jährig.

Im letzten Jahr gab es 13 Eintritte und 16 Austritte. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Alterszentrum Haslibrunnen betrug per Ende Dezember 3 Jahre und 102 Tage.

Küche, Kehricht, Wäsche

In der Haslibrunnen-Küche wurden im letzten Jahr 39'549 Mittagessen zubereitet. Würde man die Teller, die täglich benötigt werden, alle aufeinanderstapeln, gäbe dies einen Turm von knapp 9 Metern Höhe, das heisst pro Jahr circa 3,3 Kilometer, wie im Jahresbericht zu lesen ist.

Im letzten Jahr wurden im Haslibrunnen 72 gepresste Kehrichtcontainer oder insgesamt 14,4 Tonnen Kehricht entsorgt.

In der Wäscherei befinden sich 40 Meter Wäscheleinen, welche pro Woche 2,5-mal neu behängt werden. Das ergibt eine Länge von 100 Metern oder pro Jahr 5,2 Kilometer Wäsche.

Berner Zeitung

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