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Für vier Tage regiert das Gewerbe

Unter dem Motto «E starche Uftritt» hat OK-Präsidentin Beatrix Rechner am Donnerstag die Burgdorfer Gewerbeausstellung eröffnet. Knapp 120 Aussteller zeigen bis am Sonntag, was sie können.

Philippe Müller
Erster Augenschein: Die geladenen Gäste sehen sich in der Ausstellungshalle um.
Erster Augenschein: Die geladenen Gäste sehen sich in der Ausstellungshalle um.

Vier Tage, 2500 Quadratmeter, 117 Aussteller: Das sind die Eckdaten der diesjährigen Buga, die wie gewohnt in der und auf dem Gelände der Burgdorfer Markthalle stattfindet. Gestern Donnerstag bat OK-Präsidentin und Alt-Gemeinderätin Beatrix Rechner Vertreter von Wirtschaft, Politik und Presse zur Eröffnungsfeier. Für sie sei es eine spezielle Buga, sagte sie zu Beginn ihrer Ansprache: «Zum einen bin ich nun das dritte Mal als OK-Präsidentin dabei, zum anderen feiere ich in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen meiner Firma Rechner Bettwaren.» Sie zeigte sich zufrieden damit, wie sich das regionale Gewerbe präsentiert. «Wir müssen keinen Vergleich scheuen. Klar sind wir nicht so gross wie die BEA oder die Olma. Dafür sind wir klein, fein, übersichtlich und haben einen starken Auftritt.» Noch bis am kommenden Sonntag präsentiert sich das lokale Gewerbe dem Publikum.

Balzlis Buga-Erlebnis

Gastredner war SRF-Grossbritannien-Korrespondent Peter Balzli. Dass es sich dieser trotz turbulenter Tage wegen des Strassenmassakers in London nicht nehmen liess, in Burgdorf aufzutreten, kommt nicht von ungefähr: Balzli verbindet einiges mit Burgdorf. Hier besuchte er einst das Gymnasium, später lebte er, der in Bütikofen aufgewachsen war, in der Emmestadt. Und Balzli verrät, dass «die Buga für meine Berufswahl matchentscheidend» war. Und seine Mutter sei natürlich auch ein wenig schuld. Sie habe ihn Mitte der 70er-Jahre mit an die Buga genommen. «Plötzlich kam ein alter Mann auf mich zu und fragte mich: ‹Welches ist dein Lieblingsfach in der Schule? Aufsatz?›» Balzli habe sich noch gedacht, dass Aufsatz ja gar kein Schulfach sei. Und trotzdem habe er mit Ja geantwortet. «Der Mann hatte mir das irgendwie angesehen. Denn er hatte recht: Ich schrieb wirklich gerne Aufsätze und verdiene noch heute mein Geld damit.» Bevor er zum Fernsehen ging, lernte Balzli das journalistische Handwerk bei der «Berner Zeitung» und beim «Burgdorfer Tagblatt».

Der Grossbritannien-Korrespondent stimmte zu einem Loblied auf das Schweizer Lehrlingswesen an: «In England gibt es kaum Lehrstellen, dort beneiden uns die Behörden um unser System.» In der britischen Bevölkerung herrsche die viel verbreitete Meinung vor, dass eine Lehre nur etwas für Billigarbeitskräfte sei. Balzli hält diese Einstellung für problematisch und riet den Burgdorfer Firmen: «Häbet Sorg zu öine Stifte.»

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