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Familie Willeners «Happy Day» im umgebauten Heim

Marc und Karin Willener mit ihrer knapp 2-jährigen Tochter Noelani haben schlimme Monate hinter sich. Die Diagnose Krebs für Vater und Kind erschütterte das Leben der Familie massiv. SF1 hilft Willeners mit «Happy Day».

«Wir wollten die ganze Welt bereisen», sagen Karin und Marc Willener, die ihre Hochzeit am Strand von Mauritius feierten. Doch am 10.Mai des vergangenen Jahres trat dieser Wunsch in den Hintergrund, denn an diesem Tag erfuhren die Eltern der kleinen Noelani, dass ihre vier Monate alte Tochter einen bösartigen Tumor zwischen Leber und Nebennieren hatte. Eine zufällige Kontrolle beim Kinderarzt hatte die schlimme Diagnose ergeben.

«Unsere Tochter ist eine grosse Kämpferin», sagt Mutter Karin zu den acht Chemotherapien, die Noelani von Mai bis Oktober 2007 erdulden musste. Im Dezember 2007 war der Tumor so weit verkleinert, dass die heikle Operation zu seiner völligen Entfernung vorgenommen wurde. «Heute ist Noelani beschwerdefrei und entwickelt sich gut», atmen die Eltern auf.

Das Positive im Negativen

Inzwischen drückte eine weitere Last die Familie. Der sportliche und trainierte Marc Willener fühlte sich plötzlich ständig müde und schlapp. Weder in seinem Beruf als Medienberater noch in der Freizeit konnte er seine gewohnten Leistungen erbringen. Genau zwei Monate nach der Diagnose an seiner Tochter erfuhr er, dass seine Lymphdrüsen entzündet und die Schilddrüsen von Krebs befallen sind. «Ich hatte Riesenangst vor dieser Diagnose, die eingeschlagen hat wie eine Bombe» bekennt der 40-Jährige. Er erfuhr, dass in seinem Alter die Heilungschancen zwar optimal sind. Nach zwei mehrstündigen Operationen, bei denen über 30 Lymphknoten entfernt wurden, verbesserte sich sein Zustand kontinuierlich. «Die eigene Einstellung ist matchentscheidend», halten Karin und Marc Willener fest. Sie versuchen, im Negativen das Positive zu sehen.

«Wie ein Sechser im Lotto»

Viel dazu beigetragen hat der Glücksfall mit dem Haus in Kirchberg. Ende Januar erfuhr das Ehepaar, dass sie von den Besitzern Gertrud (85) und Rudolf (86) Utiger den Zuschlag als Mieter für das Einfamilienhaus mit Baujahr 1936 erhielten. Renovationen, hiess es, dürften sie nach eigenem Gutdünken vornehmen. «Das ist wie ein Sechser im Lotto», lächelt der gelernte Automechaniker Marc Willener. Allerdings sind seine Kräfte noch nicht zurückgekehrt, sodass Familie, Freunde und Bekannte viele Arbeiten ausführten. Stressen lässt sich das Paar nicht mehr und hat heute ganz andere Erwartungen an die Zukunft. «Unsere Prioritäten haben sich verschoben, wir fangen neu an zu leben und geniessen jeden Tag», lautet ihr Motto nach den schweren Zeiten.

SF1 war interessiert

Im vergangenen Frühjahr hat SF1 zum fünften Mal «Happy Day» ausgestrahlt. In dieser Sendung werden Familien mit einem schweren Schicksal überrascht – meist mit dem Aus- oder Umbau ihres Heims auf Kosten des Fernsehens. Rita Ammann aus Zürich, die Patentante von Marc Willener, sah «Happy Day» und beschloss, die junge Familie als Kandidatin vorzuschlagen. SF1 war interessiert, und nach einigen Abklärungen und Treffen entschied sich das Fernsehen tatsächlich für Marc, Karin und Noelani Willener als «Glückskinder». «Wir wurden von Moderatorin Susanne Kunz und dem ganzen Fernsehteam in unserem Heim besucht. Sie wollten wissen, ob wir uns für den Dreh eignen», berichten Willeners. Familie und Freunde waren vom Vorhaben begeistert und packten teilweise selber mit an, um das Haus zu verändern.

Raum unter dem Dach

Der Hauptwunsch von Karin und Marc Willener betraf das enge und niedrige Estrichgeschoss mit ihrem Schlafzimmer. Aus einer Vielzahl von kleinen, engen Räumen liess TV-Architekt Andrin Schweizer eine grosszügige Ruheoase entstehen. In offener Konstruktion und mit ruhigen Farbtönen bietet nun der grosszügige Raum unter dem Dach Rückzugsmöglichkeit und Entspannung. Eine zusätzliche Überraschung ist das neue Kinderzimmer in zartem Blau und hellem Gelb.

Strahlendes Ehepaar

Drehtag. Susanne Kunz hält Ausschau nach dem schwarzen TV-Audi samt Chauffeur, der die Familie Willener zum Haus bringt. Rund 50 Gratulanten haben sich eingefunden, proben den Willkommensgruss. Dann ist es so weit: Marc und Karin Willener mit Noelani auf dem Arm steigen aus und verschwinden in ihrem Heim. Fernsehkameras surren, Scheinwerfer leuchten – alles noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Dreh für «Happy Day» läuft. Alle Gäste müssen sich gedulden, bis die Eheleute mit strahlendem Lächeln nach geraumer Zeit auftauchen. Offenbar entsprechen die Veränderungen ihren Wünschen.

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