Facebook-Debatte zu Asylzentrum Schafhausen: Verfahren eingeleitet

Schafhausen

Die Facebook-Seite «Gegen das Asylzentrum Schafhausen i.E.» wird zum Fall für die Justiz. Es wurde ein Verfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

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«Gesindel» und «Pack» gehören noch zu den harmloseren Begriffen, die sich in den Facebook-Kommentaren einiger Gegner des Asylzentrums Schafhausen finden. Die Entgleisungen finden sich vor allem auf der Facebook-Seite «Gegen das Asylzentrum Schafhausen i.E.», die nun zum Fall für die Justiz wird. Die Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau hat ein Verfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

Sie bestätigte am Dienstag eine entsprechende Meldung von Derbund.ch/Newsnet. Nähere Angaben machte die Staatsanwaltschaft nicht; zur Begründung verwies sie auf das laufende Verfahren. Der «Bund» vermutet, dass Aufrufe zur Gewalt und rassistische Beschimpfungen in den Kommentaren die Justiz auf den Plan rief.

Die anonymen Betreiber der Gruppe betonen auf Facebook, sie lehnten «jede Verantwortung bezüglich der Äusserungen und Wortwahl der Mitglieder ab».

Der Kanton mietet das leer stehende Schulhaus in Schafhausen, um 150 Asylsuchende unterzubringen. Die Pläne wurden letzte Woche publik. Am vergangenen Freitagabend demonstrierten rund 170 Personen in dem 300-Seelen-Dorf gegen das Asylzentrum.

Auf Facebook gibt es auch eine Facebook-Gruppe «Pro Asylzentrum Schafhausen - für ein tolerantes Emmental».

cla/sda

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