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Elfeinhalb Jahre Gefängnis für Bahnhofmörder

Ein 23-jähriger Mazedonier, der im Mai 2006 beim Bahnhof Burgdorf einen Mann mit vier Schüssen niedergestreckt hatte, muss für elfeinhalb Jahre ins Gefängnis.

Im Berufungsprozess reduzierte das Berner Obergericht die Strafe um zweieinhalb Jahre.

Das Gericht wertete bei seinem Urteil vom Dienstag einige Tatkomponenten zu Gunsten des Angeschuldigten. Stärker ins Gewicht fielen die Tätlichkeiten und Beleidigungen, die vor der Tat über einen längeren Zeitraum vom Opfer, einem 31-jährigen Kosovo- Albaner, ausgegangen waren.

Ein Selbstunfall mit dem Auto des Angeklagten hatte die einstigen Kollegen entzweit. Gefahren war das spätere Opfer, allerdings ohne einen Ausweis zu haben. Über diesen Sachverhalt wurde die Polizei zunächst getäuscht. Teil der Abmachung war weiter, dass das Opfer sämtliche Kosten des Unfalls inklusive Bussen übernehmen sollte.

Opfer hielt sich nicht an Abmachung

In der Folge weigerte sich das Opfer, sich an die Abmachung zu halten. Dazu kamen Beleidigungen und Tätlichkeiten. Diese erklärten die Tat teilweise, rechtfertigten sie aber nicht, sagte der vorsitzende Richter Marcel Cavin bei der Urteilsbegründung.

Erschwerend für den Angeklagten sah das Gericht wie die Vorinstanz anderseits den Tatablauf. Der 23-jährige Angeklagte, ein Mazedonier, streckte das Opfer beim Bahnhof Burgdorf mit vier Schüssen nieder. Er habe damit seinen «absoluten Vernichtungswillen» gezeigt, befand das Gericht.

Einsicht und Reue habe er kaum gezeigt, räumte die Berufungsinstanz ein. «Es musste sein», habe der Täter verlauten lassen, sonst hätte der andere ihn eines Tages umgebracht.

SDA/mus

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