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Ein Leben für die Feuerwehr

Seit mehr als drei Jahrzehnten leistet Erwin Meyer aktiven Feuerwehrdienst. Seit fünfzehn Jahren ist er Kreisfeuerwehrinspektor Oberaargau-West. Nun tritt der 57-Jährige am Ende des Jahres von seinem Amt zurück. Nicht ohne sich neue Ziele gesteckt zu haben.

Bei seinem letzten Jahresrapport: Feuerwehrinspektor Erwin Meyer im Restaurant Zum Jura. Nach 15 Jahren im Amt tritt er nun auf Ende Jahr von seinem Amt zurück. Insgesamt hat Meyer über 30 Jahre bei der Feuerwehr auf dem Buckel.
Bei seinem letzten Jahresrapport: Feuerwehrinspektor Erwin Meyer im Restaurant Zum Jura. Nach 15 Jahren im Amt tritt er nun auf Ende Jahr von seinem Amt zurück. Insgesamt hat Meyer über 30 Jahre bei der Feuerwehr auf dem Buckel.
Thomas Peter

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Erwin Meyer hat viel Zeit für die Feuerwehr eingesetzt. Der Bollodinger leistete während 35 Jahren aktiven Feuerwehrdienst als Feuerwehrangehöriger, Instruktor und die letzten 15 Jahre als Feuerwehrinspektor. Zusammengezählt ergeben sich in seinen 163 Kursen 658 Instruktionstage. Dazu kommen noch die eigenen Feuerwehrausbildungskurse, die Kursvorbereitungen, die Inspektionen, die Einsätze, die Besprechungen, verschiedene Funktionen beim Kanton und Bund und vieles mehr.

Auf Ende Jahr tritt der 57-Jährige nun zurück. Als Feuerwehrinspektor hatte er eine nebenamtliche Anstellung bei der Gebäudeversicherung des Kantons Bern (GVB) mit der Altersgrenze bei 57 Jahren.

Sicherheit als oberstes Gebot

Erwin Meyer erinnert sich an viele Schadenereignisse in den 15 Jahren seiner Inspektorenzeit: Brände, Unfälle und Unwetter. «Am meisten berührten mich natürlich die Brände in der näheren Umgebung Hermiswil 2004 und 2009 sowie Bettenhausen 2010», sagt er. Denn dort habe er die Geschädigten persönlich gekannt. Bei all den Ereignissen sei ihm die Sicherheit oberstes Gebot gewesen. «Sicherheit der Betroffenen, der Mitarbeitenden in einem Betrieb und der Feuerwehrangehörigen.» Ein weiteres wichtiges Ziel sei gewesen, Schäden zu vermeiden oder möglichst gering zu halten.

«Leuten in Not zu helfen, das war die Triebfeder meines langjährigen Einsatzes für die Feuerwehr», stellt der Inspektor rückblickend fest. Dabei habe er stets auf die Unterstützung durch die GVB und das Verständnis seiner Frau und der Familienangehörigen zählen können. Getragen worden sei er aber auch von einer guten Kameradschaft auf allen Stufen.

Letzter Rapport

Am 10.Oktober 2011 bot Erwin Meyer die Feuerwehrkommandanten Oberaargau-West, ihre Stellvertreter und die Fouriere nach Farnern zum zweiten Rapport des Jahres auf. Fünf Minuten vor Beginn sassen die rund 40 Feuerwehrangehörigen vollzählig im Saal des Restaurants Zum Jura. Der Kreisfeuerwehrinspektor hielt an seinem letzten Rapport Rückschau auf das Jahr 2011. Dabei kam er auf die zahlreichen Kurse, auf seine Übungsbesuche und die Ernstfälle zu sprechen.

Den Ausblick auf das kommende Jahr hielt Andreas Hofer, der Nachfolger von?Erwin Meyer. Seine wichtigsten Themen waren die Aus- und Weiterbildung sowie allgemeine Mitteilungen. Erwin Meyer bleibt jedoch noch bis Ende Jahr im Amt. Sollte sich bis dahin ein Schadenereignis einstellen, wäre noch er zuständig.

Neue Herausforderungen

Was macht der Feuerwehrspezialist nach Abgabe seines Inspektorenamtes? Beschäftigungsprobleme sieht der Zurücktretende keine. Als Geschäftsleitungsmitglied der Rhyn AG in Bollodingen erwarten ihn im Betrieb immer wieder neue Herausforderungen. Dann wird er im Führungsorgan des Verwaltungskreises Oberaargau ab Neujahr neu das Amt als Naturgefahrenberaters übernehmen. Nicht zuletzt will sich der Vater von zwei erwachsenen Kindern und Grossvater von vier Enkelkindern vermehrt der Familie widmen und in Haus und Garten Hand anlegen.

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