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Die Gemeinderäte blitzen vor Gericht ab

Der Wynauer Erwin Hassler durfte nach den politischen Verantwortlichkeiten rund um die massive Kreditüberschreitung fragen: Das Regionalgericht hat den 72-Jährigen vom Vorwurf der «üblen Nachrede» freigesprochen.

«Ich war weit weg von einer Beschuldigung»: Erwin Hassler hat gestern vor dem Regionalgericht Recht erhalten. Er wurde vom Vorwurf der «üblen Nachrede» freigesprochen.
«Ich war weit weg von einer Beschuldigung»: Erwin Hassler hat gestern vor dem Regionalgericht Recht erhalten. Er wurde vom Vorwurf der «üblen Nachrede» freigesprochen.
Thomas Peter

Wynau ist ein leidgeprüftes Fleckchen Erde. Da ist die Geschichte mit dem Gemeindeschreiber, der Geld in Millionenhöhe unterschlagen hat. Dann läuft eine Strassensanierung kostenseitig derart aus dem Ruder, dass der Gemeinderat einen Nachkredit von 700'000 Franken beantragen muss. Weil die Exekutive damit recht spät ankommt, knüpft der Souverän seine Zustimmung an Bedingungen: Erst sollen die Gründe für die fast 60 Prozent höheren Kosten und die Verantwortlichkeiten geklärt sein, ehe man darüber befinden will. Die Gemeinde lässt also einen Bericht ausarbeiten und bringt den Nachtragskredit in der Dezemberversammlung nochmals vor. Der Bericht zeigt erschreckende Mängel auf: Es fehlt nicht nur ein eigentlicher Planervertrag zwischen Gemeinde und Ingenieur, auch Werkverträge sind teilweise nicht vorhanden. Das macht es im Nachhinein auch fast unmöglich, Beteiligte zur Verantwortung zu ziehen.

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