Der Siegermuni wächst heran

Lueg

Am Donnerstag brachte Siegermuni «Fors vo dr Lueg» 751 Kilo auf die Waage. Heute werden es schon 752 sein. Der Siegermuni des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2013 gedeiht prächtig.

«Fors vo dr Lueg» darf sich über mangelnde Zuwendung nicht beklagen. Am Donnerstag wurde dem Muni noch mehr flattiert als sonst. Peter Stadelmann (Kunz Kunath AG), Hans Bichsel und Jörg Moser (Seminarhotel Lueg) gratulierten ihm zum zweiten Geburtstag (von links).

«Fors vo dr Lueg» darf sich über mangelnde Zuwendung nicht beklagen. Am Donnerstag wurde dem Muni noch mehr flattiert als sonst. Peter Stadelmann (Kunz Kunath AG), Hans Bichsel und Jörg Moser (Seminarhotel Lueg) gratulierten ihm zum zweiten Geburtstag (von links).

Die Bremsen plagen ihn. Trotzdem wartet der Muni geduldig auf das Spektakel, das die Menschen mit ihm vollführen wollen. An seinem zweiten Geburtstag wollen sie ihn wägen. Sie wollen wissen, ob «Fors vo dr Lueg», wie der Muni heisst, bis zum Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest Anfang September 2013 über 1000 Kilo auf die Waage bringen wird, damit er einen stolzen Siegerpreis für den Schwingerkönig abgeben wird. «Fors vo dr Lueg» wird das locker schaffen: Gestern wog er 751 Kilo. Jeden Tag komme nun noch etwa ein Kilo dazu, sagt der Landwirt Christian Bichsel. Bis zuletzt wird es der Stier auf über 1100 Kilo schaffen.

Viel Zuwendung

In Bichsels Stall in Ranflüh wächst das Prachttier heran, gepflegt und betreut wird es vorwiegend vom Seniorbauern Hans Bichsel. Auf dem Bauernhof lebt immer ein Muni, der im Natursprung die eigenen und die dafür hergekarrten Kühe anderer Landwirte besamt. «Aber keiner hat bisher so viel Zuwendung bekommen wie dieser», sagt Christian Bichsel. Regelmässig werde «Fors vo dr Lueg» gewaschen, geschoren und am Halfter spazieren geführt. Denn bei seinem grossen Auftritt in der Schwingerarena wird er sich die Nähe und den Umgang mit Menschen gewohnt sein müssen.

Lebensabend im Altersheim?

Was nach dem Schwingfest mit «Fors vo dr Lueg» passieren wird, entscheidet der Schwingerkönig. Die Muni-Sponsoren (Landgasthof und Seminarhotel Lueg und Kunz Kunath AG, Burgdorf) hoffen, dass ein Trägerverein zustande kommen wird und «Fors vo dr Lueg» in ein «Altersheim» und nicht auf die Schlachtbank kommt. Denn als Zuchtmuni werde er mit seinem Alter von drei Jahren ausgedient haben, erklärt Bichsel.

Neunzig Kühe hat «Fors vo dr Lueg» bereits gedeckt. Vater ist er noch nicht geworden, die Geburt des ersten Kalbes wird in etwa einem Monat erwartet. Wie viele der neunzig besprungenen Kühe auch tatsächlich trächtig geworden sind, weiss Bichsel nicht, aber er sagt über den Red-Holstein-Stier: «Er ist gut in der Fruchtbarkeit.» Er stammt ja auch aus einem renommierten Zuchtbetrieb – aus dem Stall von Fritz Läderach aus Worb.

«Fors vo dr Lueg» erfreut sich schon vor seinem grossen Auftritt in der Schwingerarena einer ansehnlichen Publizität. 500 Personen haben in einem Wettbewerb mitgerätselt, wie schwer er an seinem zweiten Geburtstag sein wird. Und auf Facebook bringt es das Prachttier auf eine fast 200-köpfige Fangemeinde.

Berner Zeitung

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