Zum Hauptinhalt springen

Cannabis, ein Medikament mit politischen Nebenwirkungen

Für viele schlicht eine Droge, ist Hanf für Manfred Fankhauser auch Heilmittel. Als schweizweit einziger Apotheker besitzt der Langnauer die Bewilligung, in bestimmten Fällen Patienten Cannabis als Medikament zu verschreiben.

Der Langnauer Apotheker Manfred Fankhauser erwärmt mit einem umgebauten Gerät konzentriertes THC.
Der Langnauer Apotheker Manfred Fankhauser erwärmt mit einem umgebauten Gerät konzentriertes THC.
Thomas Peter

Macht man sich im Internet auf Manfred Fankhausers Spuren, so wird man in einschlägigen Foren fündig: «Manfred Fankhauser» in Verbindung mit «Hanf», «Cannabis» oder «Haschisch» ergibt jeweils Tausende Treffer. Nicht alle sind dem Langnauer Apotheker lieb, denn er beschäftigt sich nur mit einer Seite der berühmt-berüchtigten Pflanze: der medizinischen. Seit Jahren setzt sich der Pharmazeut für den Hanf («Cannabis sativa») als Heilpflanze ein. In der Schweiz ist er der einzige Apotheker, der die Erlaubnis des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) besitzt, ein Cannabispräparat zur medizinischen Anwendung zu verkaufen. Allerdings dürfen seine Kunden das Präparat vorerst nur mit einem speziellen Gerät inhalieren, eine andere Anwendungsform ist noch nicht erlaubt. Fankhauser achtet darauf, nur im Bereich des Legalen zu agieren. Weil Cannabis als verbotene Substanz gelte (siehe Kasten), sei die Verwendung als Heilmittel ein Politikum, erklärt der Apotheker.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.