Buchsi plant eine grosse Sause

Herzogenbuchsee

In dreizehn Monaten soll ein Fest steigen, wie es Buchsi seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat. Es baut auf die Unterstützung der Vereine – und kommt ihnen auch finanziell zugute.

Als Regierungsrätin Barbara Egger das Band durchschnitt, eröffnete sie im September 2005 die neue Ortsdurchfahrt und gab den Startschuss für ein Festwochenende, das in Herzogenbuchsee seinesgleichen sucht.

Als Regierungsrätin Barbara Egger das Band durchschnitt, eröffnete sie im September 2005 die neue Ortsdurchfahrt und gab den Startschuss für ein Festwochenende, das in Herzogenbuchsee seinesgleichen sucht.

(Bild: Thomas Peter)

An das Festwochenende im September 2005 erinnert man sich in Herzogenbuchsee gerne: Als die neu gestaltete Ortsdurchfahrt eingeweiht wurde, war das ganze Dorf auf den Beinen. Zwischen dem Gemeindehaus und dem Rössliplatz wurde die Strasse gesperrt. Statt Autos verkehrten hier Besucherinnen und Besucher, die dem 24-Stunden-Nonstop-Beachvolleyball frönten, an einer Trottinettrallye teilnahmen, sich im Sumoringen massen oder gemeinsam am Tanklöschfahrzeug ein Bier stemmten.

An dieser Stimmung, diesem Konzept orientiert sich das Organisationskomitee, das auf einen ähnlichen Anlass hinarbeitet: das Buchsifest. Der Termin für diesen Anlass steht bereits: Er steigt am 18. Juni 2016. Die Idee dazu wurde in der Marketingkommission geboren, sagt OK-Präsident Kurt Grossenbacher: Ein Fest für Kinder und Erwachsene, Kultur- wie Sportinteressierte, vor allem aber eine Plattform für die vielen aktiven Vereine in Herzogenbuchsee und das Gewerbe.

Keine Einjahresfliege

Der Slogan «Es lebe das traditionelle Buchsifest» irritiert, zumal eine eigentliche Dorffesttradition in Herzogenbuchsee nicht (mehr) besteht – nicht abseits der Gewerbeausstellung Haga im Turnus von fünf Jahren und des früheren «Buchsifests im Winter», einst Tag der offenen Tür der Gewerbler am ersten Adventswochenende. Ziel sei es, eine ebensolche Tradition zu begründen, sagt Grossenbacher: indem das Buchsifest im Abstand von zwei Jahren wiederkehrend durchgeführt wird.

Wie vor zehn Jahren wird die Bern-Zürich-Strasse gesperrt und der Park mit einer Festhütte bestückt, die 600 Besucherinnen und Besucher fasst. Insgesamt werden zwischen 2500 und 3000 von ihnen im Herzen der Gemeinde zwischen Kirchgasse, Wangen- sowie Bahnhofstrasse erwartet.

Breit unterstützt

Das Sponsoringkonzept, das derzeit zirkuliert, geht von über 30 beteiligten Vereinen aus. Vor zehn Jahren waren 24 Teil des Einweihungsfests. «Wir hoffen erneut auf eine solch breite Beteiligung», sagt Grossenbacher. Die Vereine wirten laut ihm am Buchsifest auf eigene Rechnung, können Spiele und Aktionen auf der Strasse anbieten. Auch eine Kinderolympiade möchte das OK ins Leben rufen.

Seit August letzten Jahres ist das Gremium an der Arbeit; viermal setzten sich Grossenbacher und Jakob Marti (Vize), Pierre Bürki (Finanzen), Andreas Wyttenbach (PR/Sponsoring), Philipp Bertolosi (Bau/Verkehr), Norman Szöllösi (Unterhaltung/Gastronomie) sowie Lukas Lädrach (Vereinskoordination) zusammen. Auch der Gewinn des Buchsifests soll den Vereinen zugutekommen: Der Erlös – jener aus dem Festzelt – fliesst vollumfänglich in die Vereinsunterstützung der Einwohnergemeinde.

cd/Berner Zeitung

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