Bucher-Areal: Die Bevölkerung kann mitreden

Burgdorf

Auf dem zentrumsnahen Bucher-Areal in Burgdorf sollen einige Altbauten abgebrochen und durch Wohnraum ersetzt werden. Dies sieht die Überbauungsordnung vor, für die in Kürze das Mitwirkungsverfahren beginnt.

Die ehemaligen 11-Zimmer-Villa Bucher (Bucher-Areal) wird renoviert.

Die ehemaligen 11-Zimmer-Villa Bucher (Bucher-Areal) wird renoviert.

(Bild: Thomas Peter)

«Wir stehen kurz vor dem Mitwirkungsverfahren», sagt der Leiter der Burgdorfer Baudirektion Peter Hänsenberger. In Kürze wird an einer öffentlichen Veranstaltung darüber informiert, wie das Areal der ehemaligen Wollzwirnerei Bucher&Co. AG künftig genutzt werden soll. Zu diesen Plänen und zur neuen Überbauungsordnung wird sich die Bevölkerung äussern können.

Das gesamte Bucher-Areal befindet sich in einer Zone für Planungspflicht (ZPP). Die Planung hat eine städtebauliche Entwicklung zum Ziel: Das ehemalige Gewerbeareal soll so umgenutzt werden, dass der Raum mit einer verdichteten Bebauung aufgewertet wird. Entstehen soll ein lebendiger Ort für Wohnen, Arbeiten, Quartierinfrastruktur, Kultur und Freizeit.

Neben der ZPP sorgen auch diverse von der Denkmalpflege des Kantons Bern als erhaltens- oder schützenswert eingestufte Gebäude für Einschränkungen bei der Planung. Dies trifft zum Beispiel auf zwei der ehemaligen Fabrikgebäude der Wollzwirnerei Bucher zu. Dagegen dürfte eine in den 1980er-Jahren gebaute Lagerhalle abgebrochen und durch ein neues, achtgeschossiges Gebäude ersetzt werden. Das Siedlungskonzept sieht zudem vor, dass Altbauten nördlich der Fabrikliegenschaft ebenfalls Neubauten weichen dürften.

«Sicher eine spannende Überbauung»

Die Stadt Burgdorf begleitet die geplante neue Nutzung dieses Areals, das durch Gotthelfstrasse, Gysnauweg und Polieregasse begrenzt wird, sehr eng. «Dies ist sicher ein wichtiges Areal, das Entwicklungspotenzial hat», betont Peter Hänsenberger. Das Gebiet befinde sich nahe beim Bahnhof, jedoch nicht im Perimeter des Bahnhofquartiers, es sei aber peripher und vergleichbar mit dem Typon-Areal. «Das gibt sicher eine spannende Überbauung», ist der Leiter der Baudirektion überzeugt. Das Bucher-Areal werde mithelfen, die Verdichtung der Stadt voranzutreiben. Dazu gehört auch der Bau eines acht Etagen hohen Gebäudes im Zentrum des ehemaligen Fabrikgeländes.

Bereits weitgehend abgeschlossen ist dagegen die Sanierung des 1860 erbauten Wohnhauses an der Gotthelfstrasse 42. Das Gebäude mit elf Zimmern ist mit der ehemaligen Fabrik verbunden und im Bauinventar der kantonalen Denkmalpflege als erhaltenswert eingestuft. Ein kleiner Teil des Hauses wird zusätzlich zu den heutigen Räumen von der Kindertagesstätte «Leo Lea» genutzt, der grösste Teil kann noch gemietet werden.

Die Planung ins Rollen gebracht hat die Basler Pensionskasse Stiftung Abendrot, welche die 7500 Quadratmeter grosse Industriebrache 2012 gekauft hat. Die restliche Fläche des 13100 Quadratmeter umfassenden Areals gehört Privatpersonen, der Einwohnergemeinde Burgdorf sowie einer Versicherungsgesellschaft.

Berner Zeitung

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