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Beteiligen sich Burger an Sanierung?

Der Burgergemeinderat beantragt der Versammlung von Ende November, einen Beitrag an die geplante Renovation des Langenthaler Stadttheaters zu sprechen.

Tobias Granwehr
Eine von drei Varianten der Stadttheater-Renovation: Der Haupteingang wird auf die Nordseite verlegt. Welche Variante schliesslich umgesetzt wird, entscheiden der Stadtrat und letztlich die Stimmbevölkerung.
Eine von drei Varianten der Stadttheater-Renovation: Der Haupteingang wird auf die Nordseite verlegt. Welche Variante schliesslich umgesetzt wird, entscheiden der Stadtrat und letztlich die Stimmbevölkerung.

Soll sich die Burgergemeinde Langenthal mit 400'000 Franken an der Renovation des Stadttheaters Langenthal beteiligen? Diese Frage beschäftigt am 26.November die Burgergemeindeversammlung. Der Burgerrat beantragt nämlich einen finanziellen Beitrag in dieser Höhe. Im Sinne von Arnold Geiser will sich die Burgergemeinde für «die Erneuerung und Erhaltung dieses eindrücklichen Bauwerks» engagieren, wie der Burgerrat in den Unterlagen zur Versammlung schreibt.

Dank Legat eines Burgers

Arnold Geiser, Burger von Langenthal und Stadtbaumeister von Zürich, vermachte 1909 der Gemeinde Langenthal eine Hinterlassenschaft mit dem Zweck, sein Vermögen solle für den Bau eines Konzert- und Theatersaals verwendet werden. Einige Jahre später wurde sein Wille dann umgesetzt: Von 1914 bis 1916 wurde das Stadttheater erbaut. In drei Jahren kann also das 100-jährige Bestehen des markanten Gebäudes im Stadtzentrum gefeiert werden. Bis dann will der Gemeinderat auch die Renovation des Theaters über die Bühne bringen.

Sich nachhaltig positionieren

Der Burgerrat will mit seinem Beitrag an die Sanierung aber nicht nur im Sinne Arnold Geisers handeln, sondern auch «ein wichtiges Kulturangebot Langenthals unterstützen», wie es in der Botschaft für die Burgergemeindeversammlung heisst. Der Rat ist überzeugt: Damit könne sich die Burgergemeinde nachhaltig positionieren und werde positiv wahrgenommen.

Finanzieren will die Burgergemeinde den Beitrag mit dem Verkauf eines Grundstücks in der Steinackermatte. Dort besteht mit einem Unternehmen ein Baurechtsvertrag mit Kaufrecht, das gemäss Burgerrat nun eingelöst werden soll. Dadurch werden im kommenden Jahr die entsprechenden Mittel frei. Im Antrag des Rates an die Versammlung heisst es zudem, der Burgerrat werde ermächtigt, den Verwendungszweck zu gegebener Zeit abschliessend festzulegen. Die 400'000 Franken sollen sachbezogen für einen konkreten Teil der Sanierung eingesetzt werden.

Baukonzept fast fertig

Das Vorprojekt zur Theatersanierung wurde bereits von den vorberatenden Kommissionen geprüft – und steht laut Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP) kurz vor dem Abschluss. Wahrscheinlich werde es noch in diesem Jahr in der Bau- und Planungskommission sowie im Gemeinderat behandelt. Der Stadtrat soll in der ersten Jahreshälfte 2014 über das Baukonzept und die damit verbundenen Kosten für die Sanierung des Theaters debattieren. Das Parlament fällt dann den Vorentscheid für die voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte stattfindende Volksabstimmung.

Zur Diskussion stehen derzeit noch drei Varianten: eine Sanierung im heutigen Stil, eine Sanierung mit Erweiterung um einen multifunktionalen Raum mit Verlegung des Eingangs auf die Nordseite und eine Sanierung und Erweiterung ohne Verlegung des Eingangs. In der Botschaft des Burgerrates, die in Absprache mit der Stadtverwaltung verfasst wurde, steht zum Thema Haupteingang: «Mit der Verlegung auf die nordseitige Tempelfront wird das Theater in seiner Bedeutung und Erscheinung gestärkt und die innere Organisation wesentlich optimiert.»

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