Am Turnhallenprojekt scheiden sich weiterhin die Geister

Hindelbank

Die SP hat kurz vor der Gemeindeversammlung Hindelbank die Diskussion um die Sanierung der Aula und der Turnhallen nochmals angekurbelt, mit einem öffentlichen Anlass. Keines der Projekte sei befriedigend, kritisierten einige Anwesende und verlangten einen Neustart.

Soll das bestehende Mehrzweckgebäude mit Turnhallen und einer Aula in Hindelbank saniert oder die Turnhalle in einem Neubau ausgelagert werden? Am 13. August entscheidet das Stimmvolk.

Soll das bestehende Mehrzweckgebäude mit Turnhallen und einer Aula in Hindelbank saniert oder die Turnhalle in einem Neubau ausgelagert werden? Am 13. August entscheidet das Stimmvolk.

(Bild: zvg.)

Am 13. August wird sich die Gemeindeversammlung von Hindelbank entscheiden, ob das bestehende Mehrzweckgebäude mit Turnhallen und einer Aula saniert wird oder ob die Turnhallen in einen Neubau ausgelagert werden sollen. Drei Varianten stehen zur Auswahl. Am kostengünstigsten wäre die Sanierung des bestehenden Gebäudes. 7,4 Millionen Franken müsste die Gemeinde dafür einplanen. Der Gemeinderat und Vertreter der Sport- und der Musikvereine bevorzugen jedoch die zweite Variante.

Für diese Lösung müsste die Gemeinde 8,2 Millionen Franken zahlen. Dafür könnten beide Turnhallen erweitert sowie die Aula und die Schulküche vergrössert werden. Als finanziell nicht tragbar taxiert der Gemeinderat dagegen einen Neubau mit einer Doppelturnhalle und dem gleichzeitigen Umbau des bestehenden Gebäudes. Diese Variante würde nach ersten Berechnungen gegen 12 Millionen Franken kosten.

Unzufriedene Sportler

Während am Informationsanlass der Gemeinde kaum jemand das Wort ergriffen hatte, kreuzten vorgestern am Diskussionsabend der SP verschiedene Exponenten die Klinge. In der Schweiz werde viel zu wenig für den Sport und die Kinder gemacht, meinte ein jüngerer Familienvater. Den Neubau einer Doppelturnhalle müsse sich Hindelbank leisten. Für den Neubau spreche auch, dass bei der zweiten Variante die Halle zwar erweitert, aber nicht erhöht werden könne, argumentierten andere Sportler.

So könne zum Beispiel der Volleyballverein nicht am gleichen Abend beide Hallen für Trainings nutzen. Zudem sei die zweite Halle von der Höhe her für Wettkämpfe unbrauchbar. Diese Argumentationen lösten gerade bei den älteren Anwesenden Kopfschütteln aus. Für die Interessen einiger weniger Sportler eine Luxusvariante zu bauen, gehe nicht an, so der Tenor.

Für einen Neubau, aber nicht auf der Wässermatte, machten sich weitere Anwesende stark. Und sie brachten eine alte Idee wieder auf den Tisch: Nach ihrer Ansicht sollte das bestehende Gebäude einem Neubau weichen. Keine der vorliegenden Varianten vermochten sie zu überzeugen. Das sei alles Flickwerk. Anwesende Politiker machten darauf aufmerksam, dass damit zum x-ten Mal die Planung vollständig neu aufgegleist werden müsste und weitere Jahre vergehen würden.

Folgt die Gemeindeversammlung nächste Woche dem Antrag des Gemeinderates, kann nach dessen Berechnungen auf eine Steuererhöhung verzichtet werden. Dies gilt auch für die kostengünstigste Variante. Kommt jedoch die teuerste Variante zum Zug, müssten die Einwohner gemäss Angaben des Gemeinderats mit einer Steuererhöhung von zwei Zehnteln rechnen. Es wäre auch ein weiterer Planungskredit nötig.

Berner Zeitung

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