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Abschied mit Zuversicht

36 Jahre stand Alfred Zillig im Dienst der Kaufmännischen Berufsschule Langenthal, als Lehrer, als Konrektor und schliesslich als Rektor. Jetzt freut er sich auf seine «neuen Freiheiten» im Ruhestand.

Der Rektor sagt Adieu: 36 Jahre arbeitete Alfred Zillig an der Kaufmännischen Berufsschule.
Der Rektor sagt Adieu: 36 Jahre arbeitete Alfred Zillig an der Kaufmännischen Berufsschule.
Marcel Bieri

Nein, der Abschied falle ihm nicht schwer, sagt Alfred Zillig und lächelt zufrieden. Er habe an seiner Arbeit immer Freude gehabt, habe es geschätzt, stets neuen Menschen zu begegnen. Kurz vor seinem 65.Geburtstag freue er sich nun aber auf einen neuen Lebensabschnitt. 21 Jahre lang war Zillig Rektor der Kaufmännischen Berufsschule Langenthal, die zeitgleich mit seiner Pensionierung auf den morgigen ersten August nun ihre Eigenständigkeit verliert und der Berufsfachschule angegliedert wird. Ein letzter Meilenstein in Zilligs langer Berufslaufbahn in Langenthal.

Immer wieder Veränderungen

Als er 1978 das Wirtschaftsstudium erfolgreich abgeschlossen hatte und dank Teilpensen an verschiedenen Schulen auch um erste praktische Erfahrungen reicher nach Langenthal kam, hätte er nicht gedacht, dass er hier fast sein gesamtes Berufsleben verbringen würde. Es war eine freie Wirtschaftslehrerstelle am damaligen KV an der Talstrasse, die ihn von seiner Heimat Köniz in den Oberaargau lockte. Ihn, der stets die Veränderung geliebt habe und der daher sicher bald wieder weiterziehen würde. Doch Zillig, mitsamt der jungen Familie nach Thunstetten gezogen, blieb. Unterrichtete, übernahm 1984 das Amt des Konrektors und 1993 schliesslich jenes des Rektors. «Es gab ja auch in Langenthal immer wieder Veränderungen», sagt er.

Nicht nur sein eigenes Tätigkeitsfeld habe sich im Lauf all der Jahre verändert. Auch die kaufmännische Grundbildung habe einen Wandel durchlebt, von der klassischen Büroarbeit hin zum komplexen Berufsbild von heute. «Heute sind Kaufleute Allrounder, Organisatoren, müssen in Unternehmen mitdenken», führt Zillig aus. Eine Entwicklung, die er grundsätzlich begrüsse, die aber auch zur Folge habe, dass die Hürden für eine kaufmännische Ausbildung wesentlich höher geworden sind. Trotzdem möchte Zillig den Bildungsgang nicht missen. «Diese Ausbildung öffnet einem nach der Lehre so viele Möglichkeiten» – verweist er auf die grosse Branchenvielfalt, gerät er ins Schwärmen.

Zurück auf die Schulbank

Schon als er Student war, zog ihn die Berufsbildung an. Und er werde auch in Zukunft mit Interesse mitverfolgen, wie sich diese allgemein und in Langenthal speziell weiterentwickle. Als Mitglied der Rechnungsprüfungskommission Thunstetten hat Zillig bereits Anfang Jahr eine neue Aufgabe übernommen. Weitere Verpflichtungen und Ämter, sagt Zillig, suche er indes nicht. «Ich will nicht einer dieser Senioren werden, die immer sagen, sie hätten nie Zeit», schmunzelt er.

Lieber will er jetzt seine «neu gewonnenen Freiheiten» nutzen. Die eine oder andere Aufgabe als frischgebackener Grossvater wahrnehmen. «Und vorerst selber noch einmal die Schulbank drücken», schmunzelt er: Sechs Wochen lang wird er ab Mitte August in Costa Rica einen Spanischkurs besuchen, ehe er weitere zwei Wochen mit der Lebenspartnerin das Land bereisen will. Zurück zu Hause, dürfe es dann durchaus etwas ruhiger zugehen als während der Berufszeit. Alfred Zillig ists recht. «Ich habe keine Angst vor dem Ruhestand.»

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