Ab heute wird im Wald wieder gerockt

Moosegg

Das Woodrock-Festival steht vor der Tür. Bereits heute Abend beginnt die 19. Ausgabe des Open Airs. Während dreier Tage bringen 18 Bands, Songwriter und Newcomer die Bühne auf der Moosegg zum Beben.

Beim Aufbau der Bühne und Zelte fürs Woodrock: Nick Werren, Präsident des Festivals, freut sich auf drei Tage Musik und Spass unter Bäumen.

Beim Aufbau der Bühne und Zelte fürs Woodrock: Nick Werren, Präsident des Festivals, freut sich auf drei Tage Musik und Spass unter Bäumen.

(Bild: Thomas Peter)

Noch sind die letzten Aufbauarbeiten im Gange, damit es dann heute Abend um 20 Uhr endlich losgehen kann. Die bereits 19. Ausgabe des inzwischen traditionellen Woodrock-Festivals geht während dreier Tage auf der Moosegg oberhalb von Emmenmatt über die Bühne. Während das Wetter bei den Aufbauarbeiten noch nicht sonderlich zu überzeugen vermochte, sieht es für das Wochenende mit warmen Temperaturen und Sonnenschein geradezu perfekt aus. «Das war auch ein Grund, warum wir das Festival vor einigen Jahren von Anfang August auf Ende Juni verschoben haben», sagt Woodrock-Präsident Nick Werren. Denn oft sei das Wetter Anfangs August schlecht gewesen, was sinkende Besucherzahlen und somit weniger Einnahmen zur Folge hatte. Aber auch wegen der zahlreichen kleinen Feste im Emmental seien viele Besucher damals ausgeblieben.

Das Woodrock findet nun aber gleichzeitig mit dem Trucker-Festival in Interlaken statt, das ziemlich Publikum anzieht – auch aus dem Emmental. Werren glaubt aber nicht, dass dies viel ausmachen wird. Beide seien unterschiedliche Anlässe, meint er. Es gebe sicher Leute, die deswegen ausbleiben. «Viel stärker fielen die erwähnten kleinen Feste in der Umgebung ins Gewicht, die jeweils die Leute vom Woodrock weggezogen haben.»

Schlaflos auf dem Hoger

«Jetzt sind wir auf gutem Weg», ist der Präsident überzeugt. «Letztes Jahr resultierte nach ziemlich harten Zeiten endlich wieder mal ein kleiner Gewinn, auch dank den vielen Freiwilligen.» Und tatsächlich geben sich die vielen Helfer jedes Jahr enorm Mühe, um das eher kleine, aber feine Open Air auf die Beine zu stellen. Auf grosse Headliner verzichtete man die letzten Jahre, nicht zuletzt wegen des Budgets. Die Organisatoren setzten mehr auf ein breites Programm.

Nichtsdestotrotz sind auch dieses Jahr einige bekannte Namen auf dem «Hoger» anzutreffen: Nebst dem Soul-Newcomer James Gruntz, der am Freitag spielt, sind Bands wie die Delilahs, Les Trois Suisses, We Love Machines oder die Songwriterin Judy Birdland aus dem Entlebuch auf der Bühne vertreten und werden womöglich dem Fuchs drei schlaflose Nächte bereiten. «Wir hoffen natürlich schon, dass die Bands etliche Besucher für die nächsten drei Tage anlocken können», sagt der Woodrock-Präsident und verweist auf den Vorverkauf, der noch bis heute Nachmittag um vier Uhr läuft.

Grosse Änderungen an der Organisation gibt es heuer nicht. So ist der Eintritt am Donnerstag wie gewohnt gratis, am Freitag und Samstag verkehrt zudem über die ganze Festivalzeit zwischen dem Bahnhof Langnau via Bahnhof Emmenmatt und Waldhäusern ein Woodrock-Shuttlebus. Auch seine Zelte aufschlagen kann der Besucher auf der Wiese gleich hinter dem Gelände. Für die Verpflegung gibt es verschiedene Stände und Bars.

Generationenwechsel steht an

Was aber in Zukunft laut Nick Werren ändern wird, sind die Personen, die hinter dem Festival stehen. Dabei spricht er von einem sich andeutenden Generationenwechsel. Viele Helfer und Organisatoren seien schon lange dabei und hätten nun eine eigene Familie. «Und frischer Wind ist immer gut, um neue Ideen entspringen zu lassen», sagt Werren. Dies sei vor allem gerade bei einem Festival nötig, um auch weiterzukommen. Zuerst steht aber nun für ihn und sein Woodrock-Team das diesjährige Festival im Vordergrund, das durchaus unter einem guten Stern steht.

Berner Zeitung

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