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Ab Februar beginnt das Natureisfeld bereits zu schmelzen

Noch rücken Fabian Röthlisberger und Thomas Kobel Nacht für Nacht aus, um das Natureisfeld auf dem Pausenplatz in Trubschachen für den nächsten Tag zu präparieren. Schon bald wird die Sonneneinstrahlung aber zu kräftig.

Fabian Röthlisberger (rechts) und Thomas Kobel arbeiten im Licht der Scheinwerfer am Eisfeld.
Fabian Röthlisberger (rechts) und Thomas Kobel arbeiten im Licht der Scheinwerfer am Eisfeld.
Marcel Bieri

Es ist kalt und dunkel in Trubschachen. Einzig beim Schulhaus Hasenlehn werfen einige Scheinwerfer Licht in die Nacht. Fabian Röthlisberger steht, eingepackt in eine dicke Jacke und mit guten Schuhen an den Füssen, auf dem Pausenplatz und macht sich an die Arbeit.

«Wir fangen meistens so zwischen neun und zehn Uhr an», erzählt der Achtklässler. Zusammen mit Familienvater Thomas Kobel kümmert er sich Nacht für Nacht unentgeltlich um das Natureisfeld, das hier an kalten Tagen so viele erfreut. «Letztes Jahr habe ich Thomas Kobel gefragt, ob ich ihm helfen solle, und jetzt habe ich das Amt eines Eismeisters übernommen.»

Seit Mitte Dezember dran

Die Banden sind bereits im November von einer Klasse aufgestellt worden, und Mitte Dezember nahmen die Eismeister dann den Kampf gegen Sonne, Wärme und Schnee auf. «Um die Eisfläche zu machen, spritzten wir mit dem Schlauch direkt über den gesäuberten Asphalt», erläutert Jan Kobel, der das Feld in Vertretung seines Vaters Thomas Kobel zusammen mit seiner Mutter geschaffen hat. Sicher zwanzig Mal war dieses Prozedere nötig.

Doch damit begann die Arbeit erst recht. Seit die Besucher mit den Schlittschuhen übers Eis gleiten können, muss das Feld jeden Abend aufs Neue in Stand gestellt werden. Bevor gespritzt werden kann, müssen die Eismeister wischen und allenfalls auch den neu gefallenen Schnee wegbringen.

Letzteres ist umso wichtiger, als der Druck aus dem Schlauch sonst den Schnee an einem Ort zusammendrückt und der Untergrund ungleichmässig wird. Läuft alles nach Plan, ist das Feld nach getaner Arbeit wieder im selben Zustand wie am Abend zuvor. «Wenn wir eine neue Eisschicht machen müssen, spritzen wir nach rund einer Stunde noch einmal», fährt Fabian Röthlisberger fort. «Ich wohne zum Glück ganz in der Nähe. Da kann ich in der Zwischenzeit nach Hause gehen und ein bisschen fernsehen.» Oft übernehme aber auch Thomas Kobel diesen zweiten Gang, immerhin wohne er im Schulhaus.

Begeisterung erlahmt bald

«Am Anfang sind immer alle begeistert von der Natureisbahn und wischen, wie es sich gehört, nach dem «Schlöflen» die Fläche», sagen die Eismeister. Die Freude über den etwas anderen Sportplatz lasse dann aber immer mehr nach, und so werde beim Wischen nicht mehr so oft geholfen.

Für die Eismeister hat dies noch mehr Arbeit zur Folge. Dazu macht ihnen die Sonne zu schaffen. «Wenn sie scheint, beginnt das Eis vor allem entlang der Bande zu schmelzen», sagt Thomas Kobel. Er überlegt sich deshalb, im nächsten Jahr eine Installation für mehr Schatten zu bauen. «Denn ab Februar», ergänzt Fabian Röthlisberger, «müssen wir bereits abwägen, ob sich der Aufwand überhaupt noch lohnt.»

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