Langnau

Rösli fordert Antener heraus

Langnau«Das belebt das Geschäft», kommentiert Bernhard Antener die Tatsache, dass auch Toni Rösli (FDP) Gemeindepräsident von Langnau werden will.

Der freisinnige Toni Rösli tritt im November gegen Bernhard Antener zur Wahl an.

Der freisinnige Toni Rösli tritt im November gegen Bernhard Antener zur Wahl an. Bild: zvg

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Das ist Bernhard Antener nicht gewohnt. Seit 20 Jahren ist er der unangefochtene Gemeindepräsident von Langnau. Erfahrungen mit Kampfwahlen konnte er nur 1993 sammeln, als er zum ersten Mal antrat und sich gegen zwei Konkurrenten durchsetzte. Danach stellte sich ihm keine Partei mehr in den Weg. Jetzt aber, da er zum sechsten und voraussichtlich letzten Mal kandidiert, erhält Antener Konkurrenz: Toni Rösli fordert ihn heraus.

Rösli ist Präsident der FDP Langnau, die ihn an der Hauptversammlung diese Woche nominiert hat. Einer breiten Bevölkerung ist er nicht bekannt. Rösli wirkte bisher weder im Langnauer Parlament noch im Gemeinderat mit, er ist aber Mitglied der Finanz- und der ARA-Kommission. Bis auf einen Unterbruch von 4 Jahren, in denen er in Eggiwil gewohnt habe, lebe er seit 20 Jahren in Langnau, erklärt er in seinem Zürcher Dialekt und betont: «Ich bin hier stark verwurzelt.» Rösli, der in Trennung lebt, ist 48-jährig und Vater von vier Kindern. Seit 16 Jahren arbeitet er im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, wo er als stellvertretender Bereichsleiter für Investitionen und Finanzbelange zuständig ist.

Zahlen und Finanzen sind Toni Rösli offenbar wichtig. Als erstes Ziel, das er als Gemeindepräsident anstreben würde, nennt er jedenfalls «ausgeglichene Gemeinderechnungen ohne Steuererhöhungen». Weiter würde er «alternative Finanzierungsmodelle» prüfen, damit die Sporthalle im Oberfeld bald realisiert werden könnte.

«Jeder hat eine Chance»

Doch wie hoch schätzt er selber seine Wahlchancen gegenüber dem bisherigen Bernhard Antener ein? «Jeder, der antritt, hat eine Chance», sagt Rösli. Sein primäres Ziel sei es, dass Antener im ersten Wahlgang das absolute Mehr nicht erreiche. Gespräche mit den anderen bürgerlichen Parteien hätten gezeigt, dass man es begrüssen würde, wenn den Wählern eine Alternative geboten würde. «Aber keine fand Kandidaten, die den Mut hatten, hinzustehen.» Gegenüber dem Lokalradio Neo1 sagte Rösli, die Wahrscheinlichkeit sei gross, dass noch eine andere Partei einen Kandidaten fürs Gemeindepräsidium ins Rennen schicke. Am ehesten wäre dies der EVP zuzutrauen. Das Thema sei diskutiert worden, es komme aber «sehr wahrscheinlich nicht so weit», sagt EVP-Präsident Matthias Wyss auf Anfrage gegenüber dieser Zeitung.

«Das belebt das Geschäft», lautet Anteners erster Kommentar zu Röslis Gegenkandidatur. Als Kandidaten für den Gemeinderat hat die FDP Heinz Lauenstein (bisher), Jacqueline Koeninger, Johann Sommer und Toni Rösli nominiert. Alle vier werden auf der Liste doppelt aufgeführt, die letzte Zeile bleibt laut Rösli leer.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 03.05.2013, 08:47 Uhr

BZ-Redaktorin Susanne Graf über die Kandidatur von Toni Rösli. (Bild: zvg)

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