Nur wenig nackte Haut

Im Schwingerkalender 2014 tritt Willy Graber als Einziger im weissen Hemd und Chüjermutz auf, ohne eine Spur von Sägemehl.

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Herr Graber, warum posieren Sie im Schwingerkalender 2014 im weissen Hemd und Chüjermutz?Graber Willy: Man hat es mir so vorgeschlagen, und für mich stimmt es. Ich wollte nicht unbedingt nackte Haut zeigen.

Ist es Zufall, dass Sie auf dem Augustblatt zu sehen sind? Ja. Dazu konnte ich nichts sagen.

Auf dem Bild haftet kein Stäubchen Sägemehl an Ihnen. Hemd und Chüjermutz trägt man nicht während des Kampfs, sondern danach, wenn man den Kranz holt. Sägemehl würde hier definitiv nicht passen.

In wenigen Tagen werden Sie Ihren Gegnern das Sägemehl vom Rücken klopfen oder sie bei Ihnen. Wie fühlen Sie sich? Ich hoffe, dass ich derjenige bin, der den andern das Sägemehl abputzt. Aber es kommt, wie es kommt. Ich bin ruhig und zwäg, wenn auch etwas angespannt.

75 Kränze haben Sie schon und dabei wohl schon ordentlich Sägemehl geschluckt. Was erhoffen Sie sich am Wochenende? Einen Kranz und mit der Spitze mitschwingen und die Entscheidung für die Berner kippen.

Und wie bereiten Sie sich vor? Mit Spaghetti, obschon Ihr Hauptsponsor ein Metzger ist? Es gibt sicher noch Spaghetti vorher. Aber Fleisch esse ich auch sehr gern.

Wird man Sie in Hemd und Chüjermutz sehen in Burgdorf? Am Abend ganz bestimmt. Das gehört sich so.

Graber Willy wohnt in Bolligen. Der 29-jährige, 98 Kilo schwere Landwirt und Dachdecker ist Aktiver beim Schwingklub Worblental. Er ist verheiratet und seit kurzem Vater einer Tochter.

Berner Zeitung

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