Oberaargau

Gesucht: Millionen für neue Hütte

OberaargauDer SAC Oberaargau hat noch keine Lösung für seine vom Abrutschen bedrohte Rothornhütte ob Zermatt.

Der SAC Oberaargau hat noch keine Lösung für seine vom Abrutschen bedrohte Rothornhütte ob Zermatt.

Der SAC Oberaargau hat noch keine Lösung für seine vom Abrutschen bedrohte Rothornhütte ob Zermatt. Bild: zvg

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1425 Personen haben im vergangenen Sommer in der Rothornhütte ob Zermatt übernachtet. Das waren 41 mehr als im Vorjahr, was einen Betriebserfolg von 10'872 Franken ermöglichte. Doch für den SAC Oberaargau ist die auf 3198 Meter über Meer gelegene Hütte ein Problemfall. Wegen des auftauenden Permafrosts ist der ganze Hang ins Rutschen geraten, auf dem die Hütte 1948 gebaut wurde. Zudem entsprechen die Einrichtungen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Noch hat die Sektion keine Lösung gefunden. Das sagten Präsident André Beyeler und Hüttenchef Jörg Kohler am Freitagabend an der Generalversammlung des SAC Oberaargau in der Alten Mühle in Langenthal.

Klar ist: Die Hütte muss ersetzt werden. «Eine Renovation ist nicht möglich», sagte Kohler. Doch eine neue, gleich grosse Hütte an einem sicheren Standort würde 3 bis 4 Millionen Franken kosten. Das ist viel Geld. Zu viel für den SAC Oberaargau. Zumindest kurz- und mittelfristig, nachdem die Sektion im Jahr 2010 für 995'000 Franken die Dossenhütte im Berner Oberland um- und ausgebaut hat; die entsprechende Hypothek wird im Sommer 2016 amortisiert sein. Im Fonds für die Rothornhütte lagen Ende 2012 nur knapp 81'000 Franken.

Dachschaden

Bis klar ist, wie es mit der Rothornhütte weitergeht, investiert der SAC Oberaargau nur noch das Nötigste, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. So musste Ende Oktober eine Dachhälfte ersetzt werden, um das Eindringen von Wasser zu stoppen und damit das Dach dem Schneedruck standhalten kann. Immerhin wird dieser Dachschaden die Sektion voraussichtlich nichts kosten: Von den 32000 Franken übernimmt die Versicherung 29'000 Franken, zudem erwartet der SAC Oberaargau 3000 Franken aus dem Hüttenfonds der SAC-Zentrale.

Bei der Dossenhütte resultierte in der letzten Saison bei 1143 Übernachtungen (Vorjahr: 1155) ein Verlust von 3668 Franken.

Überaltert

Die Gesamtrechnung des SAC Oberaargau schloss das Jahr 2012 mit einem kleinen Gewinn von 1615 Franken ab. Anfang 2013 zählte die Sektion 1051 Mitglieder, 9 mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings ist der Club überaltert: 444 Mitglieder sind 61-jährig und älter.

Präsident André Beyeler sowie die Vorstandsmitglieder Christoph Rubin (Kassier), Dora Eggenschwiler (Mitgliederverwalterin), Elisabeth Kurth (Redaktorin der Clubnachrichten), Hüttenchef Jörg Kohler, Tourenchef Jürg Guggisberg und Jugendchef Daniel Freudiger wurden wiedergewählt. Peter Hänni ist Nachfolger von Jakob Rösch als Vizepräsident; Susanna Kessler ersetzt Marianne Remund als Sekretärin und Sabrina Schaller Christoph Blum als Umweltbeauftragten. Im Vorstand sitzt zudem Jürg Müller als Vertreter der Ortsgruppe Balsthal. Für 60 Jahre Mitgliedschaft konnte Charles Ammann (Roggwil) geehrt werden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 04.03.2013, 09:08 Uhr

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