Herzogenbuchsee

Das einstige Haupthaus Scheidegg fällt in Trümmer

HerzogenbuchseeDie zweite Etappe auf dem Weg hin zum neuen Alterszentrum ist in vollem Gange: In den nächsten Wochen wird das Hauptgebäude abgebrochen.

Der Greifarm des Bagger-Prototypen macht sich an der Aussenhülle des 35-jährigen Hauptgebäudes zu schaffen. Sobald es abgebrochen ist, wird an Ort und Stelle das neue Alters- und Pflegeheim Scheidegg gebaut.

Der Greifarm des Bagger-Prototypen macht sich an der Aussenhülle des 35-jährigen Hauptgebäudes zu schaffen. Sobald es abgebrochen ist, wird an Ort und Stelle das neue Alters- und Pflegeheim Scheidegg gebaut. Bild: Olaf Nörrenberg

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Mit Getöse fallen die ersten Backsteinreihen zu Boden. Der Greifarm des Baggers greift nach, wo eben noch die Aussenisolation zu sehen war, klafft nun ein Loch in der Aussenmauer. Behände arbeitet er sich weiter an der Aussenmauer des Gebäudes hinunter. Auf der Baustelle an der Maria-Waser-Strasse läuft die zweite Etappe: Nach dem provisorischen Umzug der 65 Bewohnerinnen und Bewohner im April in den Neubau daneben macht nun das 35 Jahre alte Haupthaus Platz für das künftige Alters- und Pflegeheim. Die Arbeiten, die über den Generalunternehmer Frutiger AG laufen, sind laut Scheidegg-Geschäftsführer Hubert Schibli sowohl finanziell als auch zeitlich auf Kurs.

Bei der Planung unterschätzt worden ist laut Schibli indes das Ausmass der Asbestsanierung: Der Schadstoff steckte sowohl im Verputz als auch im Plättlikleber, was bedeutete, ihn vor dem Abbruch separat zu entfernen und zu entsorgen.

Prototyp am Werk

Innert fünf bis sechs Wochen wird das Haus bodeneben gemacht – Stockwerk für Stockwerk, sobald auch die Entkernung im Innern komplett abgeschlossen ist, wie Werner Roth als Baustellenleiter Abbruch erklärt. Danach wird auch das unterste Geschoss hangseitig nach und nach abgetragen und die neue Hangsicherung aufgebaut. Bei den Abbrucharbeiten setzt die Hiltbrunner AG einen CAT-Prototypen ein, der nach ihren Bedürfnissen gefertigt worden ist: Der Hydraulik-Raupenbagger kann die Spurweite verstellen, die Kabine in die Höhe fahren und über den Greifarm Wasser sprühen, sodass weniger Staub anfällt. «Das macht ihn einzigartig», sagt Geschäftsführer Peter Hiltbrunner.

Normalbetrieb im Provisorium

Nach dem Umzug herrscht mittlerweile im Provisorium wieder Normalbetrieb. «Wir haben den Rhythmus wiedergefunden», sagt Schibli und spricht damit nicht nur die Situation der Heimbewohner an, sondern auch jene der Mitarbeitenden. Im ersten Neubau leben derzeit 67 ältere Menschen provisorisch, teils in Doppelzimmern. Die Küche ist vorübergehend extern im Gästehaus Kreuz beheimatet. Sobald der zweite Neubau daneben steht, ziehen die Alters- und Pflegeheimbewohner erneut um – in das neue Haupthaus. Ziel sei es, Weihnachten nächstes Jahr bereits dort zu verbringen, sagt Schibli. Danach wird das Nebenhaus während dreier Monate in 23 Alterswohnungen mit Dienstleistungen umgebaut, die im April 2017 bezugsbereit sein sollen. Ende Juli fährt als Nächstes der Kran auf – dann geht es mit dem zweiten Neubau los. (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.06.2015, 06:12 Uhr

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