4-Kreis-Modell nimmt Hürde

Der Oberaargau soll künftig in vier Regionen mit den Zentren Langenthal, Herzogenbuchsee, Niederbipp und Huttwil gegliedert werden: Dazu sagten die Delegierten des Vereins Region Oberaargau in einer ersten Lesung Ja.

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Jürg Rettenmund

Bisher gab es im Oberaargau nur eine eigentliche Subregion: die Agglomeration Langenthal mit ihrer Agglomerationskonferenz. Erweitert um die Gemeinden Rütschelen, Melchnau, Busswil und Reisiswil, wird diese nun zur Subregion Ost.

Daneben werden drei weitere Subregionen gebildet: Nord mit dem Zentrum Niederbipp, West (Zentrum: Herzogenbuchsee) und Süd (Huttwil). Diese Subregionen sind einerseits Wahlkreise für den Vorstand, sollen aber auch gemeinsam Aufgaben in den einzelnen Teilen des Oberaargaus angehen können.

Im Vorstand wird künftig das Gewicht der Einwohnergemeinden gestärkt. Sie besetzen acht der zehn Sitze statt nur die Hälfte. Neben den Gemeindepräsidenten der Zentrumsgemeinden wird künftig jede Subregion ein weiteres Vorstandsmitglied stellen können.

Diese Regelung wurde von den Delegierten in Attiswil nicht bestritten. Damit dürfte sie auch die zweite Lesung im November überstehen und auf das nächste Jahr in Kraft treten.

Keine Ersatzwahlen

Aus dem Vorstand der Region treten Werner Stirnimann (Langenthal) und Fritz Scheidegger (Gemeindepräsident von Wangen an der Aare) zurück. Im Hinblick auf die anstehende Statutenrevision wurden sie vorläufig nicht ersetzt.

Im Anschluss an die Delegiertenversammlung trat das Verbandsparlament der Regionalen Kulturkonferenz erstmals zusammen. Zu beschliessen hatte es allerdings noch nicht viel.

Das Budget bewegt sich in einem kleinen Rahmen, da die Beiträge an die Kulturinstitutionen noch über die Kulturkonferenz Langenthal laufen, die die Regionale Konferenz ab 2017 ablösen wird.

Plädoyer für die Archäologie

Adriano Boschetti, der stellvertretende Leiter des kantonalen Amtes für Kultur, lobte den Oberaargau für sein zügiges Vorgehen in Sachen Kulturkonferenz und nützte seinen Auftritt, um in seiner Funktion als Kantonsarchäologe um Verständnis für die kulturpflegenden Aufgaben des Denkmalschutzes und der Archäologie zu werben.

Er konnte sich dabei auf Bundesrat Johann Schneider-Ammann berufen. Dieser hatte im Vorwort des Buches «Archäologie des Oberaargaus» darauf hingewiesen, welche Bedeutung die Kenntnis der Vergangenheit für das Verständnis von Gegenwart und Zukunft haben.

Kenntnis nehmen konnte das Verbandsparlament von den Ergebnissen der Konsultation zu den Kulturinstitutionen, die unterstützt werden sollen. Nur 13 von 47 Gemeinden nahmen daran teil, was allerdings nicht verwundert, wie Verbandspräsident Kurt Bläuenstein festhielt.

Denn es galt bloss die Vorgaben des Kantons zu akzeptieren. Für die besonderen Probleme, die sich bei den Bibliotheken stellen, wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

Berner Zeitung

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