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Einmütig wie selten

energieHolz- und Windenergie sind im Grossen Rat hoch im Kurs. Gestern entschied das Parlament, dass der Regierungsrat bei Projekten für erneuerbare Energien vorwärts machen muss.

Die Mitglieder des Grossen Rates dürfen sich freuen: Wenn der Windpark Honegg in der Gemeinde Eriz den Betrieb aufnimmt und das Zulgtal mit elektrischer Energie versorgt, lädt Samuel Graber (SVP) alle Ratsmitglieder zur Eröffnungsparty ein. Gestern hat das Kantonsparlament eine Motion des Horrenbacher Bergbauern mit 141 zu 1 Stimme als Postulat gutgeheissen. Der Regierungsrat muss nun prüfen, ob er als Grundeigentümer die Voraussetzungen für den Bau und Betrieb einer Windenergieanlage schaffen kann. Für Samuel Graber kam es gestern jedoch noch besser. Seine Motion, die den Regierungsrat beauftragt, beim Bund eine Windenergie-Standesinitiative einzureichen, überwies der Rat mit 138 zu 1 Stimme. Dies mit dem Ziel, den Bau und Betrieb von Windenergieanlagen in Wäldern und an Waldrändern zu ermöglichen. Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) wollte das Begehren zwar gutheissen, jedoch als bereits erfüllt abschreiben. Denn SVP-Nationalrat Erich von Siebenthal habe die Ziele der Motion Graber bereits aufgenommen. Die nötige Lockerung der Waldgesetzgebung muss nämlich vom eidgenössischen Parlament abgesegnet werden. Bundesrecht wird tangiert Ja gesagt hat der Grosse Rat gestern zudem zu einer Motion von Hans Rösti (SVP, Kandersteg). Dieser verlangt, dass Holzlagerplätze bis 10000 Kubikmeter Hackschnitzel im Wald gebaut werden können. Falls dabei Bundesrecht tangiert werde, müsse der Regierungsrat beim Bund eine Standesinitiative einreichen. Dieses Begehren unterstützte der Rat mit 138 zu 3 Stimmen. Allerdings hat Nationalrat von Siebenthal auch in dieser Sache bereits mit einer parlamentarischen Initiative vorgespurt. ue>

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