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eine weitere Diskussion über Fussgängerstreifen

Motion Zumkehr «Alle wollen eine Verkehrsberuhigung im Zentrum und vor allem eine hohe Sicherheit, aber wir sind uns nicht einig, welcher Weg zu diesem Ziel führt», eröffnete Gemeindepräsident Urs Graf (SP) die Diskussion über die Motion Zumkehr, die der GGR im Oktober 2011 für dringlich erklärt hatte. Sie fordert für die verkehrsreiche Achse Bahnhofstrasse–Höheweg Tempo 30 (statt der Tempo-30-Zone), damit wieder mehrere Fussgängerstreifen eingerichtet werden können. Die Argumente in der folgenden, lebhaften Debatte waren aus früheren Diskussionen in den letzten Jahren bekannt: Zumkehr und andere SVP-Vertreter erklärten, dass sich vor allem Kinder und ältere Fussgänger mit Fussgängerstreifen sicherer fühlen. Der Gemeinderat erinnerte hingegen daran, dass Fussgängerstreifen in einer Tempo-30-Zone nach Strassenverkehrsgesetz nur ausnahmsweise möglich sind und dass eine Tempo-30-Strecke mitten in den grossflächigen Interlakner Tempo-30-Zonen vom Kanton nicht bewilligt würde. Und während Zumkehr notfalls Tempo 50 (mit Fussgängerstreifen) für Bahnhofstrasse und Höheweg erwog, wies Urs Graf darauf hin, dass in Tempo-30-Zonen nach bisherigen Erfahrungen tatsächlich weniger Unfälle geschehen, weil die Verkehrsteilnehmer besser aufeinander schauen müssen. Und er gab eine Einladung des Thuner Gemeinderates weiter, der bereit sei, mit interessierten Interlakner Parlamentariern über die Erfahrungen im Thuner Verkehrsversuch zu sprechen. Graf versprach aber auch, der Gemeinderat wolle alle Möglichkeiten ausschöpfen, um mit dem Kanton möglichst viele «Ausnahme»-Fussgängerstreifen auf Schulwegen auszuhandeln: «Zwei bis drei Ausnahmen liegen wohl drin.» FDP, SP und Grüne hielten zwar mehr Ausnahmen für möglich, unterstützten aber grundsätzlich den Verhandlungsweg – oder notfalls auch den Gang vor Bundesgericht und nicht nur vor Verwaltungsgericht wie 2007. Der GGR folgte mehrheitlich den Argumenten des Gemeinderates und erklärte die Motion Zumkehr mit 20 gegen 6 Stimmen für nicht erheblich. Diskussionslos hingegen genehmigte der GGR 600000 Franken, mit denen die Gemeinde auch in den nächsten zehn Jahren die Kontrolle des ruhenden Verkehrs durch die Parkhaus Zentrum Interlaken AG bezahlen kann, sowie 292000 Franken für die Betreuung des Rosenparkplatzes in den nächsten zehn Jahren, welche die Gemeinde ebenfalls ausgelagert hat.shu>

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