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Eine Rockband kommt auf Touren

Nach einem mehrwöchigen Aufenthalt

Vier Stühle und ein paar Deckenlampen: Mehr brauchen die Musiker der Skinny Machines nicht, um ihr Konzert im Café Anna in der Burgdorfer Altstadt zu einem Ereignis zu machen, an das sich die dreissig Gäste wohl noch ein ganzes Weilchen mit Vergnügen erinnern werden. Um Abwechslung in den Probenalltag zu bringen und um auszuprobieren, wie ihre Melodien ohne elektronische Mäschchen und Schleifchen klingen, betreten Jay Marsh (Gesang und Gitarre), Rikki Glover (Gitarre), Edward Cairns (Bass) und der Burgdorfer Schlagzeuger Dan Roth Neuland: Sie spielen ein akustisches Set. Harmonisch tipptopp aufeinander abgestimmt, legten die auf eingängige Harmonien und knackige Riffs erpichten Alternativrocker einen Mosaikstein neben den nächsten, was im Verlauf der zwei Stunden ein facettenreiches Bild vom Schaffen einer Band ergibt, die fest entschlossen scheint, vom Emmental aus die Musikwelt wenn nicht zu erobern, so doch mindestens um die eine und andere Perle zu bereichern. «Fucking great» Burgdorf, Luzern, Brienz, Freiburg, Aarau, Solothurn, Interlaken, Kriens und Kirchberg: Dan Roth und seine Mitstreiter von der Insel nutzten ihren zweiten mehrwöchigen Aufenthalt in der Schweiz nicht nur dazu, um neue Lieder zu komponieren und bestehendes Material zu veredeln; sie zeigten auch immer wieder vor Publikum, welche Fortschritte sie in ihrem «Trainingslager» machen. Zum Abschlusskonzert drängten sich 115 Fans in die Kirchberger Burn-out-Bar. «Awesome», notierte Tags darauf ein Fan auf der Facebook-Seite der Band. «Fucking great», schrieb ein anderer. Nach ihrer Schweizer Reise verzog sich die Band, die schon an der Silvesterparty auf dem Burgdorfer Kronenplatz für Stimmung gesorgt hatte, in ein Studio in Iseltwald, wo sie die Schlagzeug- und Basslinien für ihre erste CD aufnahm. «Die Jungs waren begeistert», erinnert sich Roth an die Tage hoch über dem Brienzersee: «Dieses Prachtpanorama mit dem vielen Schnee kannten sie bisher nur von Postkarten und aus Prospekten.» 11 von 17 haben Platz Nun sind die Skinny Machines mit ihrem alten Kleinbus zurück nach London gezuckelt. Gestern begannen sie damit, die Gitarren- und Gesangsparts über den in Iseltwald ausgebreiteten Rhythmusteppich zu legen. Bis im Mai soll das Album abgemischt sein. «Wir möchten elf Lieder darauf haben», sagt Roth. siebzehn Stücke nehmen sie auf, sechs behalten sie als Reserve in der Hinterhand. Welche Songs auf der CD verewigt werden, «dürfte noch zu diskutieren geben». Denn «jeder von uns hat natürlich seine Favoriten. Aber irgendwie werden wir uns schon einigen». Im Juni wollen die Skinny Machines ihren Silberling in England veröffentlichen. Im Herbst wird er auch in der Schweiz erhältlich sein. «Sobald die CD in den Läden ist, gehen wir in Grossbritannien auf Tournee», sagt der Schlagzeuger aus Burgdorf. «Jemand kocht immer» Klar sei, dass die Skinny Machines im Herbst eine grosse Tournee in der Heimat des Schlagzeugers planen. «Und wir hoffen sehr, dass wir dann wieder so freundlich empfangen werden; die Band hat im Emmental und darüber hinaus viele Bekanntschaften schliessen können, die sie nicht nur musikalisch nützen kann», freut sich Roth. «Auch kulinarisch brauchen wir uns bei unseren Besuchen nie Sorgen zu machen. Irgendjemand kocht immer für uns.» Johannes Hofstetter •www.skinnymachines.com >

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