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Eine der Paketbomben in Passagierflugzeug

Eine von zwei Paket-

Ein Sprecher der Fluggesellschaft Qatar Airways erklärte gestern, das Bomben-Paket sei zunächst von der jemenitischen Hauptstadt Sanaa nach Doha in Katar geflogen worden. Von dort sei es nach Dubai gebracht worden, wo die Behörden es am Freitag sicherstellten. Der britische Premier David Cameron sagte, die Bombe in England sei so präpariert gewesen, dass sie bereits im Frachtflugzeug hätte explodieren sollen. Das gleiche gilt nach US-Angaben für die Bombe, die in Dubai sichergestellt wurde. Unklar blieb, wie die beiden Bomben in der Luft hätten gezündet werden sollen. Drahtzieher Al-Kaida? Der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater der USA, John Brennan, erklärte, der Anschlagsplan deute auf die Terrororganisation Al-Kaida der Arabischen Halbinsel hin. Die Gruppe hatte sich bereits zum fehlgeschlagenen Versuch bekannt, an Weihnachten 2009 ein Passagierflugzeug beim Anflug auf Detroit in die Luft zu sprengen. «Unterhosenbomber» Omar Farouk Abdulmutallab war es damals nicht gelungen, die mit der Chemikalie PETN präparierte Bombe zu zünden, er wurde von Besatzung und Passagieren überwältigt. PETN wurde nun auch in den beiden Bomben gefunden, die in Druckerpatronen versteckt waren und am Freitag in Dubai und auf dem englischen Flughafen East Midlands bei Birmingham entdeckt wurden. Die Pakete waren im Jemen abgeschickt worden. Festnahmen im Jemen Im Jemen wurden am Samstag eine Studentin und ihre Mutter festgenommen. Die 22-Jährige wurde verdächtigt, die beiden Paketbomben aufgegeben zu haben. Gestern wurde sie allerdings als unschuldig wieder freigelassen. Die nun entdeckten Bomben waren an jüdische Synagogen in Chicago adressiert. Der in Grossbritannien entdeckte Sprengsatz war auf dem Flughafen Köln umgeladen worden. Die deutschen Behörden hatten zwar einen Tipp eines anderen Geheimdienstes erhalten – nach US-Regierungsangaben aus Saudi-Arabien – es gelang den Deutschen jedoch nicht, den Abflug des Frachtflugzeugs des Paketdienstes «United Parcel Service» (UPS) rechtzeitig zu stoppen. Darauf habe der deutsche Dienst den britischen informiert, der das Paket dann fand. Als Konsequenz unterband die deutsche Regierung sämtliche Frachtlieferungen aus dem Jemen und versprach schärfere Kontrollen bei der Luftfracht. Auch Frankreich, Grossbritannen und die USA verfügten Frachtverbote für den Jemen. In der Schweiz beschloss das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), alle Fracht aus dem Jemen auf den Flughäfen vor einem Weiterflug nochmals zu kontrollieren. sda>

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