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Eine besonders leichte Viehrasse

aeschiSeit 13 Jahren hält und züchtet Adrian Dietrich vom Unteren Boden Dexter-Kühe. Sie sind nur halb so schwer wie die üblichen Viehrassen und verursachen viel weniger Trittschäden.

Auf die kleine Rinderrasse Dexter gekommen ist Adrian Dietrich vom Unteren Boden hauptsächlich wegen ihres geringen Gewichtes. «Welche Rasse eignet sich am vorteilhaftesten zum Nutzen meiner teils steilen Weiden?», fragte er sich wiederholt. Diese Gedanken verfolgten ihn schon während des Studiums an der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen. Die ersten Dexter stachen dem heute 39-jährigen Viehzüchter an der Royal Agricultural Show in England ins Auge. Weil aber damals für diese Rasse in der Schweiz absolute Spitzenpreise geboten wurden, hielt sich der Landwirt und Lehrer am Inforama Hondrich noch zurück, einen so teuren Kauf zu tätigen. Später importierte er zusammen mit einem Kollegen um die 20 Tiere aus den Niederlanden. Die momentan acht Dexter-Kühe ergänzen den Viehbestand mit acht reinen Simmentaler und zwei Evolèner Kühen. Derweil die Simmentaler im Sommer auf die Alp gehen, beweiden die kleinen hauptsächlich die Steilhänge im zum Dorf Leissigen zählenden Finel. Weil der Dexter-Stier im vorerst noch kleinen Bestand zu wenig eingesetzt werden kann, leihen Dietrich und sein Züchterkollege Beat Wäfler diesen auch anderen Zuchtgefährten aus. Die Rinderrasse Dexter stammt ursprünglich aus Irland. Man sagt, dass Wikinger die Rinder aus Skandinavien nach Irland gebracht haben. Ausgrabungen an der Pfahlbausiedlung in Sutz-Lattrigen haben gezeigt, dass unsere Vorfahren Rinder hielten, welche in den Proportionen etwa dem heutigen Dexter-Rind entsprechen. Die für die Zucht vorgesehenen Rinder erreichen sehr früh die Geschlechtsreife. Kalbende Rinder unter zwei Jahren sind keine Seltenheit. Und jene für die Schlachtbank bestimmten Munis liefern ab zwölf Monaten ein vorzügliches Fleisch. Durch ihre Grösse mit nur einem Meter Widerristmass lassen sich vorteilhaft kleinere Weiden rund ums Haus abgrasen. Bei optimaler Schlachtung, Lagerung und Zubereitung erwartet den Geniesser ein besonderes Geschmackserlebnis. «In Grossbritannien, im Mutterland vieler Fleischrinderrassen, konnte sich das Dexter-Fleisch in vielen Gourmetwettbewerben durchsetzen», weiss Dietrich nicht einzig vom Hörensagen. Wer sich von dieser einzigartigen Fleischqualität angesprochen fühlt, benutze die Gelegenheit im Restaurant Finel oberhalb Leissigen. Dieses lädt am Mittwoch, 17.August, ab 19 Uhr alle Feinschmecker zu einem Dexter-Smoker-Buffet à discrétion ein. Dies im Zusammengehen mit «Genuss ’11» unter dem Vermerk «Von der Weide auf den Teller». Erwin Munter>

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