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Ein Spitzenkampf der vielen Geschichten

Basel - YB 3:1Die Young Boys überzeugten in Basel vor der Pause, ehe ihre Kräfte nachliessen – und Marco Streller die Partie entschied.

Wie immer zwischen Baslern und Bernern entwickelte sich am Samstag im St.-Jakob-Park ein Spitzenkampf der zahlreichen Geschichten. Das erste Kapitel schrieben die Young Boys mit einer couragierten, starken Leistung vor der Pause. Ihre 1:0-Führung nach der ersten Halbzeit war verdient, sie vergaben sogar beste Gelegenheiten, um die Begegnung vorzeitig zu entscheiden. So hatte Xavier Hochstrasser mit einem satten Pfostenschuss Mitte der ersten Hälfte grosses Pech – die Schlüsselszene aus Berner Sicht ereignete sich aber in der 51. Minute und unmittelbar nach dem verschossenen Foulelfmeter Alex Freis. Emmanuel Mayuka scheiterte alleine vor Franco Costanzo am FCB-Torhüter, hätte aber mit ein bisschen Übersicht den Querpass spielen müssen, sodass Hochstrasser den Ball aus wenigen Metern ins nahezu leere Tor hätte schieben können. «Wir waren zu wenig kaltblütig», sagte YB-Trainer Vladimir Petkovic. Doubais tolle erste Halbzeit Nach verhaltener Leistung steigerten sich die Basler mit Fortdauer der Begegnung. Ihre individuelle Klasse in der Offensive entschied letztlich den Match, zumal beim ersatzgeschwächten YB (ohne die leicht verletzten Ammar Jemal und Senad Lulic) die Kräfte nachliessen. «Die Partie am Mittwoch gegen Stuttgart war sehr intensiv gewesen», sagte der Berner Captain Marco Wölfli. In einer unterhaltsamen, spannenden Partie schwang sich Marco Streller, der nach Knöchelverletzung ein überraschend frühes Comeback gab, zur entscheidenden Figur auf – der Basler Nationalstürmer bereitete alle drei FCB-Tore magistral vor und YB-Abwehrspieler Alain Nef eine unangenehme zweite Halbzeit. Zudem bekundete der gleichfalls angeschlagene Rechtsverteidiger Scott Sutter nun mehr Mühe mit dem wirbligen Valentin Stocker. Und so profitierten in der zweiten Halbzeit zweimal Alex Frei sowie Xherdan Shaqiri von Pässen und Schüssen Strellers und drehten den Spitzenkampf noch. «Diese Niederlage schmerzt», sagte Wölfli, «weil wir lange Zeit wirklich ausgezeichnet spielten.» Insbesondere Thierry Doubai bewies vor der Pause endlich wieder seine aussergewöhnlichen Fähigkeiten. Er scherzte nach dem Spiel lange mit seinem ivorischen Copain Gilles Yapi. Der frühere YB-Regisseur hatte Doubais wunderbares Führungstor mit einem Ballverlust gewissermassen vorbereitet – und freute sich nach dem gewonnenen Spitzenkampf auf die Champions-League-Partie am Mittwoch bei Bayern München. «Wir spielen einen Supermatch in einem Superstadion gegen einen Supergegner», sagte der Basler Yapi. fdr>

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