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Ein Shutout bei der Premiere

EishockeyDrei Tage nach dem brutalen 2:6 in Kloten gegen Kanada gelang dem Eishockey-Nationalteam die Rehabilitation. Zum Auftakt des Deutschland-Cup resultierte in der Münchner Olympiahalle ein unerwarteter 2:0-Erfolg über die Slowakei.

Coach Sean Simpson gab nach der Partie unumwunden zu, dass ihn seine U-25-Mannschaft positiv überraschte. Den Sieg über die Slowaken hatte Simpson nicht erwartet: «Schaut Euch nur dieses slowakische Team an. Acht Leute verdienen ihr Geld in Russland, vier oder fünf Akteure spielten noch vor kurzem in der NHL. Da fragt man sich schon: Fehlt unserer Mannschaft für diesen Vergleich nicht die Erfahrung und die Routine.» Sie fehlte zumindest im ersten Turnierspiel nicht. Die Schweizer spielten viel besser als am Dienstag gegen die Kanadier. Die Ordnung ging diesmal nie verloren. «Wir nahmen uns vor, in der eigenen Zone sauberes und einfaches Eishockey zu spielen», erklärte Rafael Diaz, der mit einer WM- und Olympia-Teilnahme routinierteste Schweizer Verteidiger. «Dieses Vorhaben konnten wir perfekt umsetzen.» Shutout für Tigers-Goalie Diese Einschätzung bestätigte auch Benjamin Conz, der Schweizer Held des Spiels. Der jüngste Schweizer Nationalgoalie aller Zeiten (19 Jahre, 2 Monate) feierte in seinem ersten kompletten Länderspiel gleich einen Shutout. Schon am Dienstag hatte Conz ausgezeichnet gehalten und bis zur abgesprochenen Auswechslung nach 29 Minuten nur ein Gegentor zugelassen. Am Freitag gelangen ihm 22 Paraden. Conz: «Die Partie lief perfekt für uns. Die Mannschaft arbeitete defensiv derart gut, dass ich gar nicht viel zu tun hatte. Ein Shutout ist immer ein äusserst erfolgreiches Erlebnis – aber noch viel wichtiger war nach der Leistung vom Dienstag der Sieg.» Mit dieser Aussage sprach Benjamin Conz auch Coach Sean Simpson aus dem Herzen. Simpson: «Der Sieg liefert uns die Bestätigung, dass wir diesen Versuch (die «future week» mit U-25-Spielern im November) machen können. Es freut mich riesig, dass wir beweisen konnten, dass wir auch mit dieser Mannschaft zu Siegen in der Lage sind.» Routiniers für Tore zuständig Die entscheidenden Tore erzielten «echte» Nationalspieler, die schon bei grossen Titelkämpfen im Einsatz standen. Julien Sprunger erzielte nach 38 Minuten das Führungstor im Powerplay. Er spedierte einen Abpraller des slowakischen Goalies Julius Hudacek (19 Paraden) volley in den Netzhimmel. Das 2:0 erzielte nach 50 Minuten Damien Brunner. Drei Minuten später traf Brunner auch noch den Pfosten. Auf den Lorbeeren ausruhen wollen sich die Schweizer aber nicht. Nun seien sie gut ins Turnier gestartet, mehr erreicht habe man aber noch nicht, so Simpson. Im zweiten Turnierspiel trifft die Schweiz heute Abend wiederum auf das Team Canada, welches sich diesmal aber aus DEL-Söldnern zusammensetzt. Am Sonntagabend folgt zum Turnierabschluss das «Derby» gegen Gastgeber Deutschland, der seine Auftaktpartie gegen die kanadische Auswahl überraschend mit 4:3 gewinnen konnte. si>

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