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Ein perfekter Auftritt der sechs Maniacs

LeimiswilFulminant startete der Jassclub Lindenholz

Ein volles Haus und ein Topensemble auf der Bühne. Was begehrt das Herz mehr? Der Jazzclub Lindenholz sorgte am Samstagabend in seinem Lokal im Restaurant Löwen in Leimiswil für einen Konzertabend der Sonderklasse. Punkt halb neun Uhr standen die Protagonisten auf der Bühne: Joel Affolter und die Kirby Maniacs. Während dreier Sets entführte das brillante Sextett das Publikum in die swingenden 40er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Vorab Bandleader Affolter, der virtuose Trompeter, links und rechts begleitet von den nicht minder vorzüglich spielenden André Müller und Christian Baader. Müller «staatsmännisch» an der Klarinette, Baader als Schwerarbeiter meist tief über sein Saxofon gebeugt. Optisch im Hintergrund der krausköpfige Beni Bürgin am Schlagzeug. Hätte man es nicht gehört, Zweifel wären angebracht gewesen, ob er mit seinem schelmischen Lächeln auf den Lippen überhaupt bei der Sache ist. Er war es. Er verlor zwar einmal den Schläger, aber nie den Faden. Als die (rein chronologischen) Nummern fünf und sechs standen Vater und Sohn Schürmann auf der Bühne. Senior Niggi am Piano, Dominik am Bass. Auch sie wurden für ihre perfekten Soli wiederholt mit Szenenapplaus bedacht. Wer an Swing denkt, hat meist die Big Bands von Glenn Miller und Benny Goodman vor Augen und die Ohrwürmer eines Duke Ellington und Count Basie in den Ohren. Einen anderen Weg beschreiten Affolter und sein Sextett und zeigen damit, dass Swing mehr ist als «Moonlight Serenade» und «One O’Clock Jump». Sie lassen mit ihren Auftritten die Musik des John-Kirby-Sextetts auferstehen. Dazu transkribierte Affolter über 50 Kirby-Arrangements ab den Originalschallplatten und studierte sie mit seinen fünf Kollegen der 2001 gegründeten Maniacs ein. Das Repertoire der Band besteht aus Stücken von Charlie Shavers, dem Trompeter der John-Kirby-Band. Eine Besonderheit von Kirbys Musik sind die Bearbeitungen klassischer Komponisten wie Beethoven, Schubert oder Chopin. Kirby war Bassist und lebte von 1908 bis 1952. Hanspeter Flückiger >

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