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Ein neues Aushängeschild für die Stadt

burgdorfEin breiteres kulturelles Angebot und

Heinz Schwarz, die Burgdorfer Kornhausmesse kündigt über ihr Motto an, dass sie dieses Jahr «anders, vielseitig – für alle» sei. Starten Sie zum Neuanfang? Heinz Schwarz: Wir wollen die Messe wieder so positionieren, dass sie zu einem Aushängeschild für die Stadt Burgdorf, zu einem Anziehungspunkt für die Region wird, so, wie sie es früher einmal war. Wichtig ist uns, dass wir eine Qualität bieten, an der man Freude haben kann. Wie konkret heben Sie die Qualität der Kornhausmesse? Wir haben das kulturelle Angebot vergrössert, setzen auf eine bessere Durchmischung. Also mehr Vielfalt? Das bisherige Angebot war in der Tat nicht mehr ganz zeitgemäss. Man setzte vor allem auf Schlager und Blasmusik, bot für die ganz Jungen auch eine Disco. Das Segment der 20- bis 35-Jährigen, also das Rockige und Rock’n’Rollige, liess man aber völlig ausser Acht. Das ist dieses Jahr anders. Auch für diese Altersklasse haben wir nun ein schönes Programm. Das heisst? Wir konnten zwei junge Leute gewinnen, die auf der grossen Bühne unter der Staldenbrücke in eigener Regie das Programm «Rock the Bridge» mit sechs verschiedenen Bands auf die Beine gestellt haben. Mit ihnen zeigen wir einen ersten Weg auf, wie wir in die Zukunft gehen können. So viel also zum kulturellen Angebot. Daneben lebt die Kornhausmesse aber auch vom Markttreiben Halt! Das kulturelle Angebot soll sich nicht in der Musik erschöpfen, auch wenn dies heuer noch so scheinen mag. Wir bieten auf zwei kleineren Nebenbühnen – auch sie eine Neuheit – etlichen Bands aus der Region eine Plattform, und wir stellen uns vor, dass künftig auch andere Arten von Kultur, Theater etwa oder Pantomime, hier ihren Platz finden. Dazu haben wir bereits auf dieses Jahr hin die Angebote für die Kinder stark ausgebaut. Mit einem Kasperlitheater. Oder einem speziellen Kinderkonzert. Und die Blasmusik? Für unser klassisches Angebot mit Schlager, Blasmusik und Jodel ist nach wie vor die Bühne im Festzelt reserviert. Und auch an der Disco halten wir fest. Für Abwechslung ist also gesorgt. Was ändert sich beim Markt? Nebst dem üblichen Jahrmarktsortiment mit allerhand Plastikartikeln, Magenbrot und Zuckerwatte bieten wir auch heuer Kunsthandwerk, und zwar wesentlich mehr als bisher. In Zusammenarbeit mit den Leuten der Ausstellung «Kunstwaldraum» bauen wir weiter einen kleinen Waldmarkt auf, mit Tannenbäumen, schmucken Markthäusern und -ständen. Ein Küfer, ein Schnitzer und ein Motorsägekünstler werden Einblicke in ihr Schaffen gewähren. Bei den Pfadfindern kann man zudem eine Wurst kaufen und diese gleich an Ort und Stelle auf der Feuerstelle braten. Eben genau wie im Wald. Das alles tönt nach viel Arbeit. Der Vorbereitungsaufwand muss dieses Jahr wesentlich höher gewesen sein als bisher. Das stimmt. Deshalb haben wir das bestehende Organisationskomitee punktuell mit verschiedenen Leuten ergänzt. Wir haben wirklich sehr hart gearbeitet, damit wir all das in sechs Monaten auf die Beine stellen konnten. Was gab den Anstoss, sich derart einen Ruck zu geben? Der Anspruch an ein Fest, wie es die Kornhausmesse darstellt, hat sich in den letzten Jahren völlig verändert. Diesem Umstand hat man bislang zu wenig Rechnung getragen. Schliesslich merkte man, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Litt die Kornhausmesse unter akutem Besucherschwund? Es kamen sicher weniger Leute, weiter durften wir von Gesetzes wegen plötzlich keine Lotterie mehr durchführen und verloren eine wichtige Finanzquelle. Und noch ein Punkt: Früher wurde die Messe vom Gewerbe im Quartier getragen. In dem Mass, wie die Zahl der Betriebe abnahm, wurde auch das Fundament für die Kornhausmesse untergraben. Wie gingen Sie mit dieser Situation um? Pro Burgdorf, unsere Dachorganisation, hat die Kornhausmesse einer Analyse unterzogen. Dabei stellte sich heraus, dass ein solches Fest trotz allem durchaus Potenzial für Burgdorf hat. Ebenso klar zeigte sich aber auch, dass dieses Fest der ganzen Stadt offenstehen muss. Entsprechend wird es heute vom Gewerbe aus der ganzen Stadt getragen. Und die ersten Reaktionen? Das Echo auf die neue Form der Kornhausmesse ist enorm. Wir haben bereits Anfragen für das nächste Jahr von Interessenten, für die wir heuer schlicht keinen Platz hatten. Interview: Stephan KünziHeinz Schwarz präsidiert das Organisationskomitee der Burgdorfer Kornhausmesse. Er ist im Quartier aufgewachsen und führte dort jahrelang eine Bäckerei-Konditorei. >

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