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Ein Kirchenkonzert mit Wärme und Melancholie

BlumensteinDas Herbstkonzert in der Kirche Blumenstein war

Im Rahmen der Vier-Jahreszeiten-Konzerte in der Kirche Blumenstein, organisiert von Katja und Patrick Demenga, stand am Sonntag das Herbstkonzert auf dem Programm. Das achtköpfige Celloensemble der Haute Ecole de Musique de Lausanne, es studiert unter Patrick Demenga, intonierte Cellovariationen verschiedener Komponisten. Mit Antonio Vivaldis Konzert für zwei Celli und Basso continuo wurde das Publikum in der voll besetzten Kirche begrüsst. Dem leichtfüssigen Allegro folgte das getragene Largo, das sich als Klangteppich voller Demut über den Zuhörenden ausbreitete. Lebhaft tänzerische Klangfarben mit klaren Strukturen beendeten diesen ersten Hochgenuss. Traumhafte Melodien Als traumhaftes Erlebnis entpuppte sich Arvo Pärts «Fratres», das 1977 uraufgeführt worden war. Die Melodien hatten etwas Mystisches, Meditatives; vor dem geistigen Auge erschienen Nebelschwaden, die durch einen Wald wabern. Die gezupften oder mit dem Bogen geschlagenen Klänge erzeugten das Bild von Tropfen, die von regennassen Zweigen fallen. Doch mit den leichteren Passagen schienen Sonnenstrahlen den Nebel zu durchbrechen, der sich durch kraftvolle Einsätze in Licht verwandelte. Die Melodien voller Harmonie und Transparenz hinterliessen ebenso Eindruck wie das engagierte Können und die Spielfreude der jungen Musikerinnen und Musiker. Brasilianische Rhythmen Mit den Bachianas Brasileiras von Heitor Villa-Lobos entführten die Musizierenden das Publikum in andere Regionen. Die temperamentvoll wirbelnden Rhythmen schürten das Feuer der Begeisterung im Publikum. Einer der Höhepunkte war bei der Brasileiras Nummer 5 das herausragende Sopransolo von Brigitte Fournier. Ihre helle Stimme setzte Glanzpunkte über die dunklen Cellomelodien. Die Spielenden erfreuten aber auch mit dem melancholischen Oblivion von Piazolla, dem Requiem von Popper oder der Sarabande von Bach. Den begeisterten Applaus des Publikums verdankte das Ensemble mit dem feurigen «Dance rituelle du feu». Verena Holzer >

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