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Eichenbergers Kopf ist voll mit Design-Ideen

hünibachDer gelernte Schriftenmaler aus Hünibach, Dominic Eichenberger, hat sein Hobby zum Verkaufsschlager gemacht: Ist er tagsüber für eine Berner Kreativfirma tätig, setzt er in seiner Freizeit auf Design. Mit seinen eigens kreierten

Wer in der Thunerseeregion aufwachse, könne nicht anders, als Farben und Formen zu lieben, ist Dominic Eichenberger überzeugt. Der 34-jährige Werbefachmann ist in Hünibach aufgewachsen und liess sich in Thun zum Schriftenmaler ausbilden. «Ich war immer ein haptischer Mensch mit Affinität zu Mode und deren Stoffen», erklärt Eichenberger. So war es für den dreifachen Familienvater und Marketingspezialisten, der in renommierten Agenturen wie Young&Rubicam oder Jung von Matt in Zürich gearbeitet hat und derzeit bei einer Agentur für visuelle Kommunikation als Berater tätig ist, ein logischer Schritt: «Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, aus hochwertigen Stoffresten Schlüsselanhänger zu kreieren.» Und die fanden in Eichenbergers Freundes- und Bekanntenkreis so grossen Anklang, dass er sich entschied, sein Hobby auch kommerziell zu verwerten. Der unbemerkte Blickfang Dass es ausgerechnet Schlüsselanhänger sind, die Dominic Eichenberger vermarktet, hat einen an und für sich trivialen Grund: «Die Anhängerbändel für Schlüssel oder Badges werden an jeder Veranstaltung als Give-away verteilt. Und sie sind immer mit dem Schriftzug und der Werbebotschaft des Veranstalters oder eines Sponsors versehen», führt Eichenberger aus. Irgendwann habe er «diese gebrandeten Werbegeschenke» nicht mehr sehen können. Allerdings sei nicht wegzudiskutieren, dass die Bändel im Alltag sehr praktisch seien – ein unterschätztes Accessoire sozusagen. «Also entwarf ich kurze und lange Schlüsselanhänger, die kein Markenlogo tragen, dafür farbenfroh und modisch sind.» Auftragsarbeit für Firmen «Lasso» nannte er schlicht seine erste Kollektion, bevor er mit dem Zürcher Textilunternehmen Weisbrod eine Kooperation einging, um professionell zu produzieren, und das Angebot vom Schlüsselanhänger – auf Englisch viel eleganter Lanyard genannt – auf Schals, Foulards in diversen Grössen, Nuggiketten und bald auch Kravatten ausdehnte. Längst benutzt er dafür keine Stoffresten mehr; stattdessen setzen Eichenberger und das Zürcher Traditionshaus Weisbrod auf edle Seidenstoffe – 100 Prozent Schweizer Fabrikat, wie beide Seiten betonen. Fünf unterschiedliche Designs hat der Jungunternehmer Eichenberger zusammengestellt – und in nicht allzu ferner Zukunft sollen weitere dazukommen: «Denn den Farben und Mustern sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.» «Zu Beginn habe ich die bestellten Accessoires noch selber in meinem Atelier genäht», sagt Eichenberger. Mittlerweile sind die Bestelllisten grösser und umfangreicher geworden. «Im Kanton Aargau habe ich eine soziale Institution gefunden, in welcher ausgebildete Schneiderinnen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern die Unikate fertigen.» Erst kürzlich hat sich der Jungunternehmer einen lukrativen Auftrag geangelt: Ein Unternehmen lässt für seinen Kundenanlass sämtliche Gästebetreuerinnen mit einheitlichen Foulards und Lanyards ausrüsten – Massanfertigungen in den Firmenfarben, ganz ohne Branding, wohlgemerkt. Entwicklung mit der Empa Damit die Freude an den Farben und dem Seidenstoff auch lange bleibt, setzen Dominic Eichenberger und das Textilunternehmen Weisbrod auf eine spezielle Veredelungstechnik. Gemeinsam mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa hat Weisbrod eine spezielle Imprägnierungstechnik für die Seidenstoffe geschaffen, die schmutzabweisend ist. Tatsächlich – Cocoontec heisst das Verfahren, das auf einem Fluor-Carbon-Gemisch basiert und in kleinsten Mengen auf das Gewebe aufgetragen wird. Auch sonst hat Dominic Eichenberger bereits neue Ideen: «Gemeinsam mit meinen Partnern bin ich daran, eine spezielle Geschenkserie für das Weihnachtsgeschäft zu lancieren.» Und auch weitere Entwicklungen mit der Empa oder anderen Forschungsanstalten seien nicht ausgeschlossen, «denn an Visionen mangelt es uns nicht». Eigenes Label kreiert Für seine farbintensiven Seidenaccessoires hat der gebürtige Hünibacher gemeinsam mit seinem Freund, dem Thuner Grafiker Ciro Silvestri, ein eigenes Label kreiert: Younic – Fine Swiss Accessories. «Younic steht für den englischen Ausdruck ‹unique› – also einzigartig – und steht für die oft gestellte Frage ‹Du, Nic› – eben ‹you, Nic› – als Antwort», erklärt Dominic Eichenberger den Namenszug, der so fein daherkommt wie ein Seidenfaden. Wer sich eines der modischen Accessoires im Onlineshop von Younic kauft, kriegt die passende Geschenkverpackung dazu. So steht auf einem schmalen Band um den Schlüsselanhänger: «Die Geduld ist der Schlüssel zur Freude.» Eichenberger hat den Satz nicht von ungefähr gewählt, wie er verrät: «Ich war ein sehr ungeduldiger Mensch. Geduld war etwas, das ich zuerst lernen musste. Auch darum passt diese Aussage zu meinen Produkten.»HeinerikaEggermann Dummermuthwww.younic.org>

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