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Wabern siegt und steigt trotzdem ab

Wabern steigt nach sechsjähriger 2.-Liga-Zugehörigkeit wieder in die 3. Liga ab. Der 5:0-Sieg in Interlaken, im besten Saisonspiel, war nutzlos. Nutzniesser ist Zollikofen, das sich mit dem 3:2-Sieg gegen Langnau gerettet hat.

Fassungslose Wabern-Spieler: Soeben haben sie vom 3:2-Sieg des FC Zollikofen erfahren.
Fassungslose Wabern-Spieler: Soeben haben sie vom 3:2-Sieg des FC Zollikofen erfahren.
Walter Dietrich

Der Tabellenletzte FC Wabern war in diesem dramatischen Abstiegskampf auf fremde Hilfe angewiesen um nicht abzusteigen: Erstens durfte Zollikofen gegen Langnau nicht gewinnen und zweitens Muri-Gümligen in Konolfingen höchstens ein Unentschieden erreichen. Und Wabern seinerseits hätte in Interlaken mit mindestens fünf Toren Unterschied gewinnen müssen, um Muri-Gümligen dank dem besseren Torverhältnis noch abfangen zu können. Die Rechnung schien aufzugehen, weil Konolfingen dank einem 1:0-Sieg den Aufsteiger Muri-Gümligen wieder in die 3. Liga schickte. Und Wabern selbst, hatte dank einem aussergewöhnlichen starken Auftritt in Interlaken und einem ungefährdeten 5:0-Sieg die Weichen Richtung Klassenerhalt ebenfalls gestellt. Nutzloser SiegAngeführt von den überragenden Oliver Riedwyl und Ronny Schiesser zeigte Wabern das mit Abstand beste Spiel dieser Saison. Die Matchvorbereitung, die der Trainer in Faulensee durchgeführt hatte, zeigte Wirkung. Gegen ein keineswegs schwaches Interlaken spielten die Berner wie entfesselt. Fünf schön heraus gespielte Tore waren der Lohn für die beeindruckende Offensivleistung. Aber auch die Defensive, mit dem starken Ersatztorhüter Roger Biedermann, der den verletzten Hasic ersetzte, war nicht zu überwinden.Die Freude über den (nutzlosen) Sieg dauerte hingegen nur bis zu jenem Zeitpunkt, als das Resultat aus Zollikofen bekannt wurde. Langnau konnte Wabern die erhoffte Schützenhilfe nicht leisten. Zollikofen rettete sich im allerletzten Moment dank dem 3:2-Sieg aus einer scheinbar aussichtslosen Situation. Die Berner hatten aus den letzten fünf Spielen elf Punkte geholt und sich dabei vom Tabellenende auf den rettenden 10. Rang vorgearbeitet. Pikant an der Langnauer Niederlage ist auch, dass der Trainer Urs Schneider in der neuen Saison bei Wabern als Co-Trainer arbeiten wirdZu viele UnentschiedenFür Trainer Marco Di Romualdo, der den FC Wabern seit eineinhalb Jahren trainiert, kommt der Abstieg nicht unerwartet: «Wir haben unser Potenzial nie abrufen können.» In der Rückrunde habe seine Mannschaft zwar nur drei Spiele verloren. Nach der schlechten Vorrunde sei die Aufholjagd aber zu spät gekommen. «Ausschlaggebend sei aber auch gewesen, dass von 22 Spielen deren 10 mit einer Punkteteilung geendet haben», sagte Di Romualdo. Nach den Abgängen von zahlreichen routinierten Spielern werde er in der neuen Saison voll auf die vielen Nachwuchsspieler setzen und mit ihnen den sofortigen Wiederaufstieg anpeilen. Zollikofen ging mittels einem wunderschönen Fallrückzieher von Urs Schneider in Führung. Nach dem 2:0-Penaltytor von Markus Hubacher, der in der neuen Saison für das U21-Team des FC Thun spielen wird, kam Zollikofen nochmals ins Zittern. Langnau hatte auf 2:2 ausgeglichen. Doch Schneider, mit seinem zweiten Tor zum 3:2, sorgte für die Entscheidung. Danach war die Freude grenzenlos. Spieler, Betreuer und Zuschauer lagen sich in den Armen und feierten den Ligaerhalt.

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