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Siegtreffer in letzter Sekunde

Interlaken gewann in Belp dank zwei Treffern in der Endphase. Die Oberländer hätten die Partie aber früher entscheiden müssen.

Claude Tanner (links) setzt sich trotz dem unerlaubten Textilgriff des Interlakners Ricardo Dias kraftvoll durch.
Claude Tanner (links) setzt sich trotz dem unerlaubten Textilgriff des Interlakners Ricardo Dias kraftvoll durch.
Walter Dietrich

In der 70. Minute wurde es immer dunkler auf dem Sportplatz Giessenbad in Belp. Von Osten her zogen schwarze Wolken auf und wenige Minuten später entlud sich eine heftige Graupelschauer, so dass sich der Rasen mit einem dünnen Eisfilm überzog. Dunkel wurde es aber in dieser Phase auch für die Gäste aus Interlaken. Denn die Belper, die vorher kaum etwas Konstruktives zu Stande gebracht hatten, drehten innert weniger Minuten das Spiel. Zuerst profitierte Pulver nach einem weiten Auskick von Goalie Biedermann und der nachfolgenden ungenügenden Kopfballabwehr von Nekere und erzielte mit einem platzierten Schuss den Ausgleich. Fünf Minuten später konnte Topskorer Tanner unbedrängt eine flache Hereingabe von Pulver zu Führung der Platzherren einschieben. Damit war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt.

Starker Belper Goalie

Die Oberländer hätten die Partie nämlich spätestens nach einer Stunde entscheiden müssen, doch wurden die vielen guten Möglichkeiten vergeben. Zum einen schien die Serie von drei sieglosen Spielen ihre Spuren hinterlassen zu haben. Zum anderen hielt der Belper Goalie Roger Biedermann, was es zu halten gibt. Besonders Simon von Bergen kann ein Liedchen von der Klasse des Belper Torhüters singen. Drei Mal kam er in aussichtsreicher Position zum Schuss, drei Mal zeigte Biedermann eine starke Parade. Und als er einmal doch geschlagen war, landete eine Flanke von Solca auf der Latte. So blieb es bis zur Pause beim torlosen Unentschieden.

Kurz nach dem Wiederanpfiff fiel der verdiente Führungstreffer der Interlakner. Maik Haari verlängerte eine Freistossflanke von Dias mit dem Hinterkopf über den gegnerischen Goalie. Einige bange Momente hatten die Gastgeber nach einer knappen Stunde zu überstehen. Roger Biedermann verletzte sich bei einer Befreiungsaktion ausserhalb des Strafraumes und musste rund fünf Minuten gepflegt werden, biss aber bis zum Schluss auf die Zähne.

Turbulente Schlussphase

Die Schlussviertelstunde in der Halbdunkelheit und nach dem Belper Doppelschlag war an Dramatik kaum zu überbieten. Interlaken war tonangebend, vor dem Tor fehlte den Oberländern aber die Kaltblütigkeit. Und als der Goalie einmal das Nachsehen hatte, rettete ein Verteidiger auf der Linie. Auf der Gegenseite verpasste Daniel Schüpbach das 3:1 um eine Fussspitze.

In der 87. Minute war es endlich so weit: Dias fand mit einem schönen Flachschuss die Lücke und glich für Interlaken aus. Im Gegenzug vergab Pulver die neuerliche Belper Führung. Und als alle schon mit dem Unentscheiden rechneten, drückte Wyss einen Freistoss in der letzten Nachspielminute über die Linie.

«Interlaken hat verdient gewonnen», analysierte Belp Trainer Peter Mast, der von der Leistung seiner Mannschaft «masslos» enttäuscht war. Sein Antipode Hansruedi Baumann lobte sein Team, das trotz ungünstigem Spielverlauf nicht aufgegeben hat. «Aber vor dem Tor waren wir zu wenig konsequent.»

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