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Aus der Traum vom Schweizer Cup

Der SV Höngg und der FC Wangen überstanden die erste Qualifikationsrunde mit klaren Siegen. Beim direkten Aufeinandertreffen in Runde zwei war dann aber wenig von erfolgversprechendem Offensivfussball zu sehen. Aufgrund der klareren Chancen geht der Sieg des Gastgebers auf dem Hönggerberg in Ordnung.

Beim FC Wangen passt im Moment wenig mehr zusammen. Nach dem erfolgreichen Meisterschaftsstart und auch einer überzeugenden Leistung gegen die Old Boys im ersten Cup Qualifikationsspiel scheint der Faden gerissen zu sein. Vor einer Woche hatte man für eine enttäuschende Leistung in Emmenbrücke noch Erklärungen. Nach dem zweiten Cup Qualifikationsspiel war es hingegen schon schwierig, die durchzogene Darbietung des FC Wangen stichhaltig zu erklären Die Chance, für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups einen attraktiven Gegner zugelost zu bekommen, scheint bei mehreren Spielern des FCW nicht den notwendigen Esprit heraufbeschworen zu haben.

Der SV Höngg, als Aufsteiger in der Gruppe 3 mit zwei Niederlagen in die Meisterschaft gestartet, war trotz seiner klaren Erstrunden Qualifikationssieges alles andere als ein unüberwindbares Hindernis. Doch im Unterschied zu den Gästen hatte man bei den Zürchern den Eindruck oder gar die Überzeugung, dass sie mit Herz und Seele bei der Sache waren und den Sieg unbedingt wollten. So gesehen ist ihr Cup Erfolg absolut verdient. Die Wangner hingegen können sich nun voll auf die Meisterschaft konzentrieren und werden froh sein, dass sich die Verletztenliste lichtet und auch die noch ausstehende Spielerqualifikation bald eintreffen sollte. Dadurch hat der Trainer endlich jene Alternativen, die sich auf die Nominationen für die Startaufstellung nur positiv auswirken sollte, dann nämlich wenn ein Stammplatz nicht mehr auf sicher ist.

Nach der Niederlage auf dem Hönggerberg war Trainer René Erlachner dermassen niedergeschlagen und enttäuscht, dass er sich zu keinem Kommentar bewegen liess. Verständlich, hätte er doch Kritiken anbringen müssen, die auf die Moral einiger Spieler für die kommenden Spiele nicht unbedingt aufbauend sein würden. Wer weiss, ob der Spielverlauf einen anderen Weg genommen hätte, wenn das Führungstor den Gästen gelungen wäre. In der neunten Minute bereits konnte sich Domenico Catalano durchsetzten und spielte den Ball auf Marco Diener. Dieser zielte aber in aussichtsreicher Position um einiges zu hoch und sah seinen Abschlussversuch am Ballfänger statt im gegnerischen Netz enden. Es gibt auch im Fussball kein wenn und aber, kein hätte und würde. Das mussten nur zwei Minuten später auch die Höngger zur Kenntnis nehmen, als Salluce aus einer Distanz von bloss fünf Metern nur die Querlatte traf und dadurch die sichere Führung vergab.

Eine weitere Möglichkeit für den Führungstreffer vergaben die Gäste in der 20. Minute. Diesmal bediente Marco Diener Domenico Catalano, aber wieder schaute nur ein Corner heraus. Trotz des Lattenschusses gehörte die Startphase den Wangnern. Das Cornerverhältnis stand bis zur 23. Minute bei 0:5. Da aber offensiv zu viele Unzulänglichkeiten festzustellen waren, blieben zählbare Erfolge aus. Wie einfach es gehen kann, zeigte der unerschrocken aufspielende Aufsteiger in der 32. Minute. Das ungenügende Abwehrverhalten der Besucher nützten sie kaltblütig aus und gingen mit einem trocken abgegebenen Flachschuss in die entferntere Ecke von Fatmir Alilaj mit 1:0 in Führung.

Die Offensivschwäche der Wangner zeigte sich erneut in kurz vor dem Seitenwechsel, als sich Cyrill Bossert und Hamit Hasani nicht einig waren, wer nur zum Torschuss ansetzen sollte. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff versuchte sich Alessandro Salluce erneut als Torschütze, traf aber diesmal nur den Pfosten. So gesehen war die Führung der Gastgeber alles andere als gestohlen.

Die zweite Halbzeit zeigte ein ähnliches Bild. Wohl waren die Besucher bemüht, etwas Konstruktives auf das verhältnismässig schmale Spielfeld zu zaubern. Es blieb wegen den angesprochenen Unzulänglichkeiten meist bei den Versuchen und der Zauber war viel zu durchsichtig. Nachdem eine Offerte von Edgar Dias an die Gastgeber, das Score zu erhöhen, nicht ausgenützt wurde, fiel eine Vorentscheidung in der 56. Minute. Ein Freistoss aus 20 Meter Distanz konnte vorerst abgewehrt werden. Der Abpraller landete dann aber bei freistehenden Alessandro Salluce, der mit seinem Kopfball diesmal erfolgreich war.

Noch gaben sich die Gäste nicht geschlagen und warfen in der Folge alles nach vorne. Im Anschluss an einen Eckball gelang Domenico Catalano in der 72. Minute der Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es aber nicht mehr. Die kecken Höngger liessen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und ziehen mit diesem für sie eher zu knapp ausgefallenen Sieg in die erste Hauptrunde des Schweizer Cup ein.

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