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Linke Parteien wollen Künstlern mehr Zeit für Progr-Kauf gewähren

Die Künstler sollen Zeit erhalten, ihr Kaufangebot für das alte Progymnasium zu konkretisieren. Dies fordern linke Parteien.

SP, Grünes Bündnis und Junge Alternative wollen der Gruppe von Kulturschaffenden, die das ehemalige Progymnasium übernehmen will, eine Chance geben. Sie beantragen deshalb in der Stadtratssitzung von nächstem Donnerstag die Rückweisung des Geschäfts an den Gemeinderat. Das als Zwischennutzer eingemietete Zentrum für Kulturproduktion Progr müsste gemäss Vortrag einem Gesundheitszentrum weichen. Eruiert wurde das Siegerprojekt Doppelpunkt in einem Wettbewerb. Der Jury stand Stadtpräsident Alexander Tschäppät vor.

SP-Fraktionschefin Giovanna Battagliero beanstandet das Auswahlverfahren nicht. Man möchte der Gruppe um Videokünstler Peter Aerschmann, die vor zwei Wochen an die Medien gelangte und nun bei den Parteien vorsprach, aber Zeit einräumen. Ebenso argumentiert GB-Stadträtin Natalie Imboden. Das abgemachte Verfahren zu durchbrechen rechtfertige sich jedoch nur in diesem speziellen Fall: Der «Progr» sei ein interessantes Projekt und die Künstler sähen plötzlich eine Möglichkeit, das Haus zu übernehmen und selber zu betreiben. Die Gruppe solle nun die Gelegenheit erhalten, innerhalb von drei Monaten (bei der SP bis Ende Jahr) ihr Angebot zu konkretisieren und insbesondere bei der Finanzierung Klarheit zu schaffen. Bisher blieb es bei vagen Zusicherungen. Kämen die Rückweisungsanträge durch, würde dies eine Verschiebung der für Februar vorgesehenen Volksabstimmung auf den 17. Mai notwendig machen. Die Anträge von links dürften aber einen schweren Stand haben. Bereits äusserten sich nämlich die Fraktionen FDP, SVP und GFL/EVP – und damit rein rechnerisch eine Mehrheit – ablehnend dazu. FDP-Fraktionschefin Dolores Dana fragt sich, was dies für ein Zeichen wäre, wenn ein Wettbewerbsgewinner auf diesem Weg ausgebootet würde. Zudem sei der Progr stets als Zwischennutzung deklariert worden. Ganz abgesehen davon könne sie ein Angebot ohne identifizierbare Mäzene nicht unterstützen: «Sorry, das ist einfach nicht seriös.»

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