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Dindlenbrücke muss weg

An der Staatsstrasse

Zur Erinnerung: Während der Augustunwetter 2005 tobten im Glissy- und im Trachtbach grosse Mengen Wasser, Schlamm und Geschiebe zu Tal und richteten im Schnitzlerdorf verheerende Schäden an, zwei Menschen verloren in den Fluten ihr Leben. Kein Jahr später planten die wasserbaupflichtigen Schwellenkorporationen Hofstetten, Schwanden und Brienz bereits die Hochwasserschutz-Massnahmen, die Katastrophen dieses Ausmasses vermeiden helfen sollen. Die drei Schwellen-Gemeinden kamen überein, zuerst im Trachtbach zu bauen – für insgesamt 14 Millionen Franken. 2008 entstanden hier unter anderem die grosse Betonsperre Hinter Ritzgraben, Dämme und Ringnetzsperren, alles Teile der ersten, obersten Bauetappe. Jetzt wird die in zwei Lose aufgeteilte zweite Etappe in Angriff genommen. Deshalb lud die Korporation Brienz Anwohner und weitere Interessierte zu einem Informationsabend ein. Schwellen-Präsident Andrea Andreoli machte zu Beginn darauf aufmerksam, dass die dritte und letzte Etappe – Staatsstrasse bis Seemündung mit Umgestaltung des Chohlplatzes – erst realisiert werden könne, wenn ihre Finanzierung sichergestellt sei. Novum Furt Für die Planung der zweiten Etappe und die örtliche Bauleitung zeichnen die Ingenieure der Huggler-Porta AG, Interlaken, verantwortlich. Lukas Bühler und Tobias Kuhn informierten denn auch präzis und detailreich über das, was in den nächsten Wochen am Trachtbach entsteht, was die Anwohner sehen und erfahren werden. Das Bachgerinne werde kaum verändert, sagte Kuhn, die beidseitigen Leitmauern würden innen, auf Gerinnseite, mit Drahtkörben bestückt, die mit «formwilden Naturstein» gefüllt würden. «Sie bringen einen hohen ökologischen Nutzen», versicherte Kuhn, «die Ritzen werden sich begrünen, Reptilien und Insekten werden sich hier einfinden.» Zu Fuss oder mit Auto Der Übergang beim Dindlen-Gemeindehaus wird als Furt gestaltet. Als Untiefe gewissermassen, an welcher der Bach zu Fuss oder mit Fahrzeugen durchquert werden kann. Sie besteht aus einer 4,5 Meter breiten Fahrbahn und einem Trottoir von 2 Metern Breite. Der hangseitige Durchlass der Furt weist eine Durchflusshöhe von 80 Zentimetern auf und ist auf ein zehnjährliches Ereignis ohne Geschiebetransport ausgelegt. Die Sicherheit der Fussgänger ist also selbst bei einem starken Sommergewitter gewährleistet. Ein Geländer verhindert, dass Personen in das Bachgerinne fallen können. Westwärts hinter die Leitmauer verlegt werden muss ein Teil des Steineggliwegs oberhalb Dindlen. Ihm entlang werden die Parkplätze zu liegen kommen, die beim Gemeindehaus verloren gehen. Gut informiert Unter den Zuhörern sass auch Anwohner Kurt Schild, der ehemalige Brienzer Gemeinde- und Gemeinderatspräsident. Er attestierte am Schluss des Anlasses der Schwellenkorporation und den Planern, sie hätten stets schnell, offen und gut über das Projekt informiert. Schwellen-Präsident Andrea Andreoli schliesslich gab zu, er sei Fan der Wasserbauprojekte geworden, darum freue er sich, diese Vorhaben zu Ende zu führen. André Hug >

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