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Die Zulgtaler stellen die Weichen für die Zukunft

region thunAlleingang oder Fusion? Die zehn Gemeinden im Zulgtal entscheiden heute über ihre zukünftige Struktur. Von

«Die Zeit ist reif für die Abstimmungen. Jetzt gilt es für die Zulgtaler, Farbe zu bekennen.» Das sagt Hans-Rudolf Zaugg. Er ist Präsident des Projektausschusses, der die Grundlagen für allfällige Fusionen erarbeiten liess. Angst vor den Resultaten hat Zaugg nicht. «Ich bin gespannt, wie entschieden wird.» Der ehemalige Gemeindepräsident von Fahrni macht keinen Hehl daraus, dass er sich Zusammenschlüsse wünscht. «Die beste Variante wäre, wenn alle zehn Gemeinden zusammengefasst würden.» In der Vernehmlassung habe sich aber herausgestellt, dass der Zulggraben zu tief sei, weshalb je eine Fusion pro Talseite als erstrebenswertes Ziel anvisiert wurde. Das sehen aber nicht alle so: Die Gemeinderäte von Fahrni, Schwendibach und Horrenbach-Buchen werden an den Gemeindeversammlungen von heute Abend den Antrag auf Alleingang stellen. «Wir sehen bei einer Fusion keine grossen Vorteile», sagt Fahrnis Gemeindepräsident Hans Ulrich Wenger. Auch dank der regen Bautätigkeit rechne der Gemeinderat mit zusätzlichen Steuereinnahmen. «Wir können uns den Alleingang leisten.» Eine Option ist, dass sich Fahrni dereinst Steffisburg anschliesst. Hans-Rudolf Zaugg lässt den Antrag des Fahrner Gemeinderates nicht unwidersprochen. Mit weiteren Fusionsbefürwortern liess er vor ein paar Tagen ein Flugblatt verteilen, auf welchem Gründe für eine Fusion pro Talseite aufgeführt werden. Keinen Hehl aus seinen Planspielen macht Schwendibachs Gemeindepräsident Roland Amstutz. «Wir orientieren uns Richtung Steffisburg. Dort hat man auf eine erste informelle Anfrage unsererseits positiv reagiert.» Der Gemeinderat habe sich entschieden, den den Alleingang zu beantragen. «Es macht es mehr Sinn, später eine Fusion mit einer grösseren Gemeinde zu machen als nun viele kleine Gemeinden zusammenzuschliessen.» Ebenfalls eigenständig will der Gemeinderat von Horrenbach-Buchen bleiben. Die Gemeinde profitiert vom neuen Finanz- und Lastenausgleich. Ausserdem wäre die Abtretung des Innerhorrenbachs bei einer Fusion pro Talseite wohl nur eine Frage der Zeit. «Wir wollen aber kein Gebiet abgeben», sagt Gemeindepräsident Samuel Graber. Die restlichen sieben Gemeinden stehen alle hinter der Variante mit einer Fusion pro Talseite. «Finanzielle Überlegungen stehen für uns nicht im Vordergrund», sagt etwa Buchholterbergs Gemeindepräsident Robert Oeschger, «die Aufwertung der Region zählt mehr. Randgebiete müssen einfach zusammenstehen.» Roger Probst>

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